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Ein erhaltenes Fragment des Kreuzungspfeilers ist zehn Meter hoch und verortet die Klosterkirche von Klášterní Skalice an der Nordseite der Anlage. Dieser konkrete Bauteil führt in die Ordens- und Baugeschichte des Ortes.

Die Geschichte des Zisterzienserklosters

Das Kloster war die jüngste Gründung dieses Ordens in den böhmischen Ländern. Es blieb unvollendet und ging während der Hussitenzeit unter. Diese drei Aspekte ordnen die Ortsgeschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln ein: Die Ordenszugehörigkeit stellt den historischen Rahmen her, der Gründungsrang verortet das Kloster innerhalb der böhmischen Länder, und der Untergang markiert sein Ende. Zugleich macht der unvollendete Bau deutlich, dass die Geschichte des Klosters nicht die einer fertiggestellten Anlage ist.

Kapelle und Bauzeugnisse

Die ehemalige Klosterkapelle Panny Marie war an der Nordseite des Schlosses angebaut und diente als Schlosskapelle. Ihre pseudogotische Umgestaltung betrifft besonders die Ostfassade. Auch die eingestürzten Mauern der Schloss- beziehungsweise Klosterkapelle Panny Marie wurden wieder aufgerichtet. Zusammen zeigen diese Baumerkmale die verschiedenen Funktionen und Veränderungen, die mit der Kapelle verbunden sind: ihre frühere Klosterzugehörigkeit, ihre Nutzung als Schlosskapelle und ihre Umgestaltung.

Der Kreuzungspfeiler bietet einen weiteren Anhaltspunkt für die räumliche Einordnung der Klosterkirche: Mit seiner Höhe von zehn Metern und seiner Lage an der Nordseite lässt sich die Kirche innerhalb der Anlage verorten. So ergänzen sich ein einzelnes erhaltenes Bauteil und die Angaben zur Kapelle, wenn Sie sich ein Bild von den unterschiedlichen Teilen des Kloster- und Schlosszusammenhangs machen möchten.

Statuen und steinerne Denkmäler

Die Statue „sv. Jana Nepomuckého“ ist ein Werk eines unbekannten Urhebers aus der Zeit um 1750. Zusammen mit den Statuen „Panna Maria“, „svatá Anna“ und „svatý Prokop“ bildet sie ein symbolisches Schutzkreuz. Dessen Arme kreuzen sich im Bereich des ehemaligen Klosters. Die Form entsteht somit aus dem Zusammenspiel mehrerer Figuren und ihrer räumlichen Anordnung.

Ein anderes Denkmal ist das „Boží muka“: ein beschädigtes Fragment aus rotem Sandstein aus Nučice, dessen gesamter oberer Teil fehlt. Die beiden Beschreibungen stehen für unterschiedliche Formen: hier das symbolische Schutzkreuz aus vier Statuen, dort ein einzelnes Denkmal in fragmentarischem Zustand. Bei der Statue „sv. Jana Nepomuckého“ und beim „Boží muka“ liegt die Entstehungszeit jeweils um 1750.

Kouřimka und regionale Wege

Auch die Kouřimka hilft dabei, die Lage der ehemaligen Klosteranlage einzuordnen: Ihr Flussbett begrenzt die Anlage an der Westseite. Über dem Flüsschen treten Felsklippen hervor. Wasserlauf und Felsformation sind damit konkrete Elemente des Ortsbildes; zugleich gibt die westliche Begrenzung einen genaueren Bezugspunkt für die ehemalige Anlage.

Eine grün markierte Regionalroute verbindet Pečky und Kouřim über Dobřichov, Radim, Chotutice, Vrbčany, Žabonosy und Klášterní Skalice. Ein grün markierter Wanderweg von Pečky nach Kouřim führt ebenfalls durch Klášterní Skalice. Die Zwischenorte geben der Regionalroute eine ausführlichere Orientierung; die Wanderwegführung benennt die Verbindung zwischen ihren beiden Endpunkten. Wenn Sie eine dieser Routen einplanen, prüfen Sie vor Ort den aktuellen Verlauf und die Markierung.

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