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Malotice verbindet markante Bauwerke mit einer leicht hügeligen, landwirtschaftlich geprägten Umgebung. Im Zentrum steht die St.-Matthäus-Kirche; im nördlichen Ortsteil liegt ein ehemaliger Festungs-Getreidespeicher. Felder, Feldgehölze und kleinere Waldflächen prägen die Landschaft rundherum. Wenn Sie eine Ferienwohnung suchen, können diese unterschiedlichen Seiten des Ortes bei der Entscheidung helfen: Malotice spricht vor allem Reisende an, die sich für Architektur, Ortsgeschichte und ländlichen Charakter interessieren.

Die St.-Matthäus-Kirche: Bauform und Geschichte

Die Kirche steht im Zentrum von Malotice auf einem von einer Einfriedungsmauer begrenzten Areal. Ihr einschiffiger Bau ist rechteckig und hat abgerundete Ecken sowie einen halbovalen Abschluss. Der Turm sitzt mittig in der Westfassade. Diese klaren Merkmale geben dem Bau eine besondere Form, die sich von der üblichen Vorstellung eines schlichten rechteckigen Kirchenschiffs unterscheidet.

Die heutige St.-Matthäus-Kirche ist der pseudoromanische Neubau von 1864 einer vermutlich romanischen Kirche aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Erstmals erwähnt wurde die Kirche 1309. Die Jahreszahlen verweisen damit auf unterschiedliche Abschnitte ihrer Geschichte: auf die vermutete frühe Vorgängerin, die erste Erwähnung und den späteren Neubau. Für die Einordnung des Ortsbilds gehört beides zusammen, ohne dass die Baugeschichte auf einen einzigen Zeitpunkt verkürzt wird.

Auch die Ausstattung verbindet verschiedene Gestaltungsformen. Der spätbarocke Hauptaltar trägt ein Rokoko-Gemälde des heiligen Matthäus aus dem Jahr 1798. Geschaffen hat es Vít Prossil, der Pfarrer von Malotice. Beiderseits des Gemäldes stehen Rokokostatuen des heiligen Prokop und des heiligen Adalbert aus den 1760er Jahren. So treffen am Altar ein spätbarocker Rahmen, ein späteres Gemälde und Figuren aus einem weiteren Jahrzehnt aufeinander.

Festungskomplex und Getreidespeicher

Im nördlichen Teil des Ortes steht der ehemalige Festungs-Getreidespeicher in einem Wirtschaftshof. Zum Komplex der ehemaligen Festung und des heutigen Getreidespeichers gehört ein mächtiges zweigeschossiges Gebäude. An seinen Fassaden sind Reste von Renaissance-Sgraffiti erhalten. Eine Einfriedungsmauer mit Arkadenbögen gehört ebenfalls zum Komplex. Damit bietet Malotice neben dem Kirchenbau ein weiteres Beispiel für historische Architektur, bei dem Gebäude und Begrenzungsmauer gemeinsam die bauliche Gestalt prägen.

Ein weiteres Kunstwerk ist die barocke Sandsteinstatue des heiligen Prokop an der Südwand der St.-Matthäus-Kirche. Sie entstand 1703 und wird aufgrund stilistischer Zusammenhänge dem Kuttenberger Bildhauer František Martin Katterbauer zugeschrieben. Diese Zuschreibung ist also stilistisch begründet. Die Statue lässt sich außerdem von den Rokokostatuen des heiligen Prokop und des heiligen Adalbert am Hauptaltar unterscheiden: Sie gehört zur Außenwand, die Figuren am Altar zur Kirchenausstattung. Wenn Sie die Statue vor Ort sehen möchten, prüfen Sie vor Ihrer Reise, ob der Zugang möglich ist.

Landwirtschaftlich geprägte Umgebung

Rund um Malotice erstreckt sich eine leicht hügelige Agrarlandschaft mit ausgedehnten Feldern, Feldgehölzen und kleineren Waldflächen. Ihr Charakter unterscheidet sich deutlich von den architektonischen Einzelheiten im Ort: Hier bestimmen offene landwirtschaftliche Flächen und kleinere Gehölze das Landschaftsbild, dort setzen Kirche und Festungskomplex bauliche Akzente. Das ist eine hilfreiche Orientierung, wenn Sie überlegen, welche Seite Malotices für Ihren Aufenthalt wichtiger ist.

Die Ortsgeschichte und die Landschaft ergänzen einander, ohne dass daraus ein festes Besichtigungsprogramm folgt. Sie können Ihren Aufenthalt an den historischen Bauwerken ausrichten oder den ländlichen Charakter der Umgebung stärker gewichten. Für die Suche nach einer Ferienwohnung ist es sinnvoll, zuerst diesen persönlichen Schwerpunkt festzulegen. So wählen Sie Malotice nach dem, was Sie an der Destination interessiert, statt von einem nicht belegten Gesamtangebot oder einem bestimmten Ablauf auszugehen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Kolín.

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