Zum Inhalt

Eine historische Teichkette und Spuren des Silberbergbaus geben Šebestěnice zwei klar unterscheidbare Themen für einen Aufenthalt. Besonders prägnant ist der Wandel vom früheren Acht-Teich-System zum heute erhaltenen Návesní-Teich; daneben lässt sich die Bergbaugeschichte an datierten Stationen und konkreten Spuren im Gelände einordnen.

Eine Teichkette im Wandel

Die historische Teichkette bestand aus acht eng aneinanderliegenden Gewässern am Šebestěnický potok, der diese Kette speiste. Ihre Anordnung sollte möglichst viel Wasser zurückhalten. Auf Karten der Ersten Militärvermessung aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts sind alle acht Teiche verzeichnet; auf der folgenden Vermessung aus dem frühen 19. Jahrhundert nur noch zwei. Die beiden Kartenstände zeigen den Wandel über mehrere Jahrzehnte. Zusammen mit dem heute erhaltenen Návesní-Teich ergibt sich eine zeitliche Folge vom umfassenderen System zur heutigen Landschaft.

Der Návesní-Teich ist der einzige erhaltene Teich des ursprünglichen Acht-Teich-Systems. Er liegt am Šebestěnický potok, ist 1,04 Hektar groß, heute mit Wasser gefüllt und dient der Fischzucht. Der frühere Zweck der eng gereihten Teiche war, möglichst viel Wasser zurückzuhalten; heute dient der erhaltene Teich der Fischzucht. So lässt sich der Návesní-Teich sowohl als Teil des früheren Systems als auch über seine gegenwärtige Nutzung einordnen.

Der Šebestěnický potok fließt durch die Gemeinden Šebestěnice und Chlum und ist ein rechtsseitiger Zufluss des Vranidolský potok. Damit hat der Bach, der die historische Teichkette speiste, zugleich einen Bezug zum größeren Gewässernetz.

Silberbergbau: Zeitdaten und Spuren

In Šebestěnice sind Spuren eines sehr alten Silberbergbaus nachgewiesen. Der Silberbergbau bei Šebestěnice wurde um 1570 wieder aufgenommen. 1572 wurde Havel Šiška die Leitung eines Bergwerks in den Silberbergen bei Šebestěnice übertragen. Die Datierungen haben unterschiedliche Rollen: Um 1570 bezeichnet die ungefähre Wiederaufnahme, 1572 das Jahr der Leitungsübertragung. So verbindet die Bergbaugeschichte einen weiten zeitlichen Hintergrund mit zwei konkreten Stationen.

Südlich von Šebestěnice sind im Wald „Na šachtách“ drei Gruben als erhaltene Spuren des Bergbaus sichtbar. Die südlichste Vertiefung ist sechs Meter tief. Die Ortsangabe und die Tiefenangabe geben den Spuren konkrete Bezugspunkte: Die Gruben liegen südlich des Ortes, und die genannte Tiefe bezieht sich auf die südlichste Vertiefung.

Weitere Anknüpfungspunkte für den Aufenthalt

In Šebestěnice befindet sich außerdem die Filialkirche Navštívení Panny Marie. Wenn Sie sich für Gottesdienste interessieren, wenden Sie sich für entsprechende Informationen an die Pfarrei. Šebestěnice eignet sich außerdem für Wanderausflüge; wer Bewegung in den Aufenthalt einbeziehen möchte, kann diesen Aktivitätsrahmen neben den historischen Themen berücksichtigen.

Für die Wahl des Aufenthaltsfokus bieten die beiden Themen unterschiedliche Zugänge: Die Teichgeschichte lässt sich über die Vermessungsstände, den Bach und den erhaltenen Návesní-Teich einordnen. Die Bergbaugeschichte verbindet eine ungefähr datierte Wiederaufnahme, eine konkrete Leitungsübertragung und sichtbare Spuren im Gelände. Richten Sie Ihre Auswahl danach aus, ob Sie eher den Wandel einer Wasserlandschaft oder die Bergbaugeschichte in den Mittelpunkt stellen möchten.

Weitere Reiseziele entdecken: Miskovice, Petrovice Ii, Kácov, Zruc Nad Sázavou, Církvice, Okřesaneč, Zbizuby, Horky

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Kutná Hora.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.