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Kirche, Schloss und Flusslandschaft geben Horky nad Jizerou verschiedene Zugänge für einen Aufenthalt: Die Bauwerke erzählen von einer Furt und mehreren Epochen, während Stará Jizera die erhaltenen Altarme der Jizera in den Mittelpunkt rückt. Wenn Sie ein Hotel für Ihre Reise suchen, können diese unterschiedlichen Schwerpunkte bei der Entscheidung helfen, welche Seiten des Ortes Sie näher kennenlernen möchten.

St.-Nikolaus-Kirche und Schlossgeschichte

Der Komplex der St.-Nikolaus-Kirche umfasst die Kostkapelle und den ehemaligen umliegenden Friedhof. Er ist in das staatliche Verzeichnis der unbeweglichen Kulturdenkmäler eingetragen. Die erste schriftliche Nachricht über die Kirche bei der Furt über die Jizera stammt aus dem Jahr 1357. Auch die Schlossgeschichte ist mit dieser Flussquerung verbunden: Das Schloss steht an der Stelle einer alten Holzfestung, die eine bedeutende Furt bewachte.

Am Schloss sind Bauteile aus verschiedenen Epochen überliefert. Vom ursprünglichen Renaissance-Schlösschen ist ein vierseitiger Steinturm erhalten. Zum Schloss gehört außerdem ein erhaltener Turm der gotischen Festung; im ersten Obergeschoss dieses Turms befindet sich eine Kapelle. Der Bereich der Kirche und der Festung beziehungsweise des Schlosses zählt zu den archäologischen Denkmälern. Die unterschiedlichen Bezüge – Furt, Festung und späteres Schloss – geben der Ortsgeschichte einen konkreten räumlichen Zusammenhang.

Die heutige St.-Nikolaus-Kirche entstand im Rahmen eines Bauvorhabens von 1723 bis 1738. Die Bauarbeiten von 1723 bis 1725 führte der aus Italien stammende Baumeister Mikuláš Rossi aus Mladá Boleslav aus. Zu den künstlerischen Details zählen Reliefs aus der Werkstatt von Matyáš Braun. In der spätbarocken Kapelle befindet sich ein Altarbild der Geburt Christi von J. F. Leubner aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Zeitraum des Kirchenbaus, die erhaltenen Türme und die später entstandene Malerei eröffnen unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Besuch mit kulturhistorischem Interesse.

Stará Jizera und die Flusslandschaft

Stará Jizera ist ein geschütztes Naturdenkmal zwischen Dražice und Horky nad Jizerou. Es besteht aus Altarmen in einer Mäanderschleife der Jizera und gehört zu den letzten erhaltenen Beispielen eines Auenökosystems an diesem Fluss. Damit steht hier eine Landschaftsform im Mittelpunkt, die sich von den Bauwerken und ihrer Geschichte unterscheidet: Entscheidend sind der Verlauf des Flusses und die erhaltenen ehemaligen Flussarme.

Im Schutzgebiet sind zwei Altarme erhalten, die als Tümpel bezeichnet werden. Der größere trägt den Namen Stará Jizera und hat die Form eines Hufeisens. Diese konkrete Form macht den Unterschied zwischen den beiden Gewässern nachvollziehbar, ohne dass man dafür eine lange Ortsgeschichte kennen muss. Wer sich für die Naturseite des Reiseziels interessiert, findet hier außerdem den Bezug zum Auenökosystem, während Kirche und Schloss vor allem Bau- und Kulturgeschichte erschließen.

Eine Radroute als weiterer Schwerpunkt

Der Radweg 17 Greenway – Jizera verläuft am Ufer der Jizera durch Horky nad Jizerou. Seine Strecke führt von der Mündung des Flusses in die Elbe bis nach Turnov. Für die Reiseplanung ist damit neben den kulturhistorischen Themen auch eine benannte Radroute relevant. Sie können überlegen, ob Sie Ihren Aufenthalt vor allem an den Bauwerken ausrichten oder die Route und die Flusslandschaft als weitere Themen einbeziehen möchten; Angaben zu Fahrtdauer oder Etappen sind damit nicht verbunden.

Das Schloss und die zugehörigen Gebäude werden derzeit von einer berufsbildenden Schule genutzt. Klären Sie einen möglichen Zugang daher vor einem Besuch ab. So lässt sich die Besichtigung realistisch planen, ohne den Schulbetrieb mit einem öffentlichen Besichtigungsangebot gleichzusetzen.

Weitere Reiseziele entdecken: Branzez, Dobrovice, Horní Slivno, Sukorady, Vrátno, Košátky, Krnsko, Dlouhá Lhota.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Mladá Boleslav.

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