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Die flache Polabische Tiefebene und ein Nebeneinander konkreter Bau- und Naturmerkmale geben Chotěšice ein klares Profil. Der Ort wird erstmals am 26. September 1199 erwähnt; seine Geschichte lässt sich an einer barocken Kirche, Friedhofsdenkmälern und erhaltenen Wirtschaftsgebäuden einordnen. Dazu kommen alte Bäume, Teiche und Reste eines Auwaldes. Die Merkmale liegen nicht allein im Ortszentrum: Auch die von Chotěšice verwalteten Orte Malá Strana und Nová Ves tragen eigene historische und landschaftliche Akzente.

Kirche und Friedhof: Baugeschichte vor Ort

Die Kirche der Aussendung der heiligen Apostel steht auf einer erhöhten Stelle westlich des Ortszentrums, an der Straße nach Břístev, und bildet eine Landschaftsdominante. Die heutige barocke Kirche wurde 1746–1748 errichtet; Instandsetzungen folgten 1817–1820 und 1844. Sie ist einschiffig, hat ein rechteckiges Presbyterium und einen Turm an der Ostseite. Die erste historische Erwähnung von 1199 und die Errichtung der Kirche bezeichnen unterschiedliche Zeitpunkte: Das Ortsdatum ist nicht das Baudatum des barocken Kirchengebäudes.

Zum geschützten Kirchenensemble gehören neben der Kirche eine Leichenhalle, die Einfriedungsmauer des Friedhofs und die zugehörigen Grundstücke. Auf dem Friedhof stehen mehrere hochwertige Sandsteingrabmale aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, vor allem im westlichen Teil. So lassen sich Baugeschichte und Friedhofsmerkmale als unterschiedliche, aber am selben Ensemble verankerte Aspekte betrachten.

Historische Merkmale in weiteren Orten

Auch außerhalb des Kirchenensembles gibt es unterschiedliche Zeugnisse. In Chotěšice sind mehrere Wirtschaftsgebäude aus dem 19. Jahrhundert erhalten; außerdem gibt es dort ein Denkmal der Kreuzigung. In Malá Strana steht eine Marienstatue aus dem Jahr 1876 auf einem neugotischen Sockel. In Nová Ves befinden sich ein massives Steinkreuz mit Christus aus dem Jahr 1845, das Blockhaus Nr. 5 aus dem frühen 19. Jahrhundert und ein zweiräumiger Blockspeicher. Die sakralen Denkmale und die ländliche Blockbauweise bieten verschiedene Zugänge zur Baugeschichte der verwalteten Orte.

Teiche, Bäume und Auwald

Die Landschaft zeigt sich ebenfalls an konkreten Orten. Durch Chotěšice fließt der Smíchovský potok. Auf dem Damm des Teichs Vražda steht ein Birnbaum, der als Naturdenkmal gilt; zwei Stieleichen dort werden auf etwa 300 Jahre geschätzt. In der Nähe von Nouzov befinden sich rund um den Teich Komárovský Reste eines naturnahen Auwaldes. In Malá Strana liegt ein Paar Schwarzpappeln etwa 50 Meter vom Teich Slatinka entfernt. Bei Vražda stehen einzelne Bäume auf dem Teichdamm, während bei Komárovský die Reste des Auwaldes den Landschaftscharakter prägen.

Die Wälder und Teiche rund um Chotěšice werden intensiv zur Fischzucht und zur Haltung von Wassergeflügel genutzt und sind deshalb nicht zum Baden geeignet. Wenn Baden zu Ihrer Planung gehört, prüfen Sie die örtlichen Bedingungen vorab. Als lokaler Bezug kommt außerdem Honig aus dem gemeindlichen Bienenhaus hinzu, den die Gemeinde verkauft.

Für Ihre Planung hilft es, Bau- und Landschaftsthemen getrennt zu gewichten: Die Kirche und der Friedhof bündeln mehrere historische Merkmale, während die Naturpunkte an verschiedenen Teichen und Orten liegen. So können Sie Ihre Auswahl an den für Sie interessanten Themen ausrichten, ohne die jeweiligen Standorte miteinander zu verwechseln.

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