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Das Profil von Hradčany zeigt sich an zwei sehr unterschiedlichen Motiven: geschützter Natur am Žehuňsko–Báň und Spuren mittelalterlicher Befestigungen. Die Einzelheiten reichen von Vogelarten und Hangvegetation bis zu Gräben und Wällen.

Natur zwischen Teichen und weißen Hängen

Das Vogelschutzgebiet Žehuňský rybník–Obora Kněžičky umfasst auch das Katastergebiet Hradčany u Žehuně. Es gilt als Brutgebiet für 131 Vogelarten und als Zuggebiet für Wasservögel und Greifvögel. Die Angaben zur Brutbedeutung beziehen sich auf AOPK-Vogelnachweise aus den Jahren 1996 bis 2002.

Im Naturraum Žehuňsko gehören Wälder auf Hochflächen, steile weiße Hänge mit wärmeliebenden Eichenwäldern und Feuchtlebensräume im Umfeld von Teichen zum Landschaftsbild. Das Naturdenkmal Žehuňsko–Báň liegt in Hradčany an einem nach Süden ausgerichteten Hang. Es umfasst 10,58 Hektar in einer Höhenlage von 240 bis 270 Metern und wurde am 29. Dezember 1972 unter Schutz gestellt.

Zum Gelände gehören ein ehemaliger Obstgarten und eine frühere Weide. Heute finden sich dort unter anderem strauchreiche Waldsteppe, ein weißer Hang mit freiliegendem Felsuntergrund und junge Wälder mit Flaumeichen. Der Hang bietet einen Ausblick auf die Landschaft des mittleren Elblands. Im Gebiet Žehuňsko wachsen in gut erhaltenen wärmeliebenden Eichenwäldern das Purpur-Knabenkraut und weitere bemerkenswerte Pflanzen: Diptam, Blauer Steinsame, Michels Segge und Weißes Waldvöglein. Ihre saisonale Sichtbarkeit variiert.

Erdwerke und Spuren der Geschichte

In Hradčany steht ein restauriertes Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Es besteht aus gelbem Sandstein und trägt ein Figurenrelief.

Stará Báň ist das erhaltene Erdwerk einer mittelalterlichen Befestigungsanlage aus etwa dem 14. Jahrhundert, die mit dem örtlichen Landadel verbunden war. Ihre Existenz ist für 1497 belegt; 1550 wurde die Anlage als wüst bezeichnet. Die hufeisenförmige Gipfelplattform ist etwa 26 × 19 Meter groß und wird an drei Seiten durch einen markanten Graben geschützt. An der Süd- und Ostseite ergänzt ein äußerer Wall die Anlage; er erreicht eine Höhe von bis zu drei Metern.

Auch der Hügel von Zámeček ist ein gut erhaltener Erdhügel: Er ist kegelförmig, von einem kreisförmigen Graben umgeben und liegt nahe einer ehemaligen Försterwohnung. Zur archäologischen Fundstelle Zámeček gehören die Überreste einer mittelalterlichen, heute verschwundenen Burganlage sowie des untergegangenen mittelalterlichen Dorfes Mastnice.

Mit dem Fahrrad unterwegs

Wer Radfahren in die Planung einbeziehen möchte, kann eine Radroute der III. Klasse berücksichtigen. Sie führt durch Hradčany u Žehuně und weiter über Dlouhopolsko, Opočnice, Běrunice, Městec Králové und Činěves. Die benannte Ortsfolge gibt einen konkreten Anhaltspunkt für die Routenwahl, ohne den Natur- und Geschichtsthemen einen festen Ablauf vorzugeben.

Übernachten im Bunker UŽ6

Für den Bunker UŽ6 ist eine Reservierung vorgesehen; die angegebene Schlafkapazität beträgt drei Personen. Der Bunker ist mit dem eigenen Auto erreichbar, auf dem Gelände können bis zu vier Autos parken. Da sich Verfügbarkeit und Betriebsbedingungen ändern können, prüfen Sie Reservierung und Anreiseangaben vor Ihrer Reise.

Weitere Reiseziele entdecken: Bristvi, Dvory, Chroustov, Choťánky, Křečkov, Kněžice, Dobšice, Zvěřínek.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Nymburk.

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