Hrimezdice verbindet Baugeschichte mit einer eigenen Geschichte rund um den Steinbruch. Die St.-Anna-Kirche, das Schloss und eine Statue auf der Brücke über den Ortsbach bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Der Ort liegt in unmittelbarer Nähe des Slapy-Stausees.
Schloss und Kirche: zwei historische Zeitpunkte
Das Schloss Hrimezdice ist ein einfaches, ebenerdiges Gebäude im Stil des klassizistischen Barocks. Erstmals erwähnt wird es 1788. Die St.-Anna-Kirche wurde 1797 erbaut. Die Jahreszahlen liegen nahe beieinander, bezeichnen aber Verschiedenes: 1788 ist die erste Erwähnung des Schlosses, 1797 das Baujahr der Kirche. Dieser Unterschied hilft bei der zeitlichen Einordnung; eine erste Erwähnung ist nicht gleichbedeutend mit dem Baujahr.
Architektur der St.-Anna-Kirche
Die Kirche ist einschiffig. Ihr Presbyterium, der Chorbereich, ist außen dreiseitig geschlossen; der Turm trägt ein Glockendach. Diese Merkmale geben neben dem Baujahr einen genaueren Eindruck von der Anlage: Grundriss, Abschluss des Presbyteriums und Turmform lassen sich getrennt betrachten. Ein Teil der Innenausstattung stammt aus dem ehemaligen Paulinerkloster in Obořiště. Damit hat die Kirche neben ihrer Baugeschichte auch einen eigenen Bezug zur Herkunft eines Teils ihrer Ausstattung.
Ein Denkmal am Bach und der Steinbruch am Ortsrand
Nahe der Kirche steht eine Statue des heiligen Johannes Nepomuk auf der Brücke über den Bach, der durch die Gemeinde fließt. Das Denkmal ist damit an einem konkreten Punkt im Ort verortet: auf der Brücke über den Bach, nahe der Kirche.
Der Steinbruch Hrimezdice, auch Kujalův genannt, liegt am nordöstlichen Rand des Ortes. Seine Geschichte bietet einen anderen Schwerpunkt als die Baugeschichte im Ortskern: Hier geht es um Tauchausbildung, eine Schaukel am früheren Hubschrauberstandort und die Veranstaltung Highjump.
Tauchgeschichte und Highjump
Der erste größere Tauchkurs im Steinbruch fand 1959 statt. Geleitet wurde er von erfahrenen Ausbildern, die ihre Erfahrungen in Deutschland gesammelt hatten. Am Steinbruch baute SVAZARM außerdem ein Ausbildungszentrum für militärische und polizeiliche Taucher auf. Kurs und Ausbildungszentrum sind zwei verschiedene Stationen der Tauchgeschichte des Ortes.
Seit 2001 gibt es am früheren Standort des Hubschraubers am Steinbruch eine große Schaukel. Highjump, eine Veranstaltung mit Sprüngen ins Wasser, findet seit 2000 jährlich um den Monatswechsel von Juli und August statt. Damit unterscheiden sich die zeitlichen Bezugspunkte: Die Schaukel ist seit 2001 dort, während Highjump als jährlich wiederkehrende Veranstaltung beschrieben ist.
Den Aufenthalt nach Interesse und Termin planen
Wer sich besonders für Architektur interessiert, findet mit Schloss und St.-Anna-Kirche zwei unterschiedliche historische Ansätze. Für Reisende, deren Termin sich an Highjump orientiert, ist die konkrete Veranstaltung der wichtigere Zeitanker: Prüfen Sie die Veranstaltungstage vor der Buchung Ihrer Ferienwohnung.
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