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Pochvalov liegt unterhalb der nordöstlichen Hänge der Džbán-Hochebene und in den tiefen Křivoklátské-Wäldern. Der Ort verbindet Dorfgeschichte mit einer Landschaft, in der geschützte Lebensräume, Wald und Wasser eigene Akzente setzen. Auch die Kapelle sv. Prokopa und Spuren des Bergbaus gehören zum Bild des Ortes.

Landschaft und Naturschutz

Das Nationale Naturreservat Pochvalovská stráň liegt im Katastergebiet von Pochvalov, etwa zwei Kilometer östlich des Dorfes. In der Pochvalovská stráň tritt eine Mergelsteinwand frei zutage. Sie entstand in kreidezeitlichen sandigen Mergeln und ist durch Rutschungen geprägt. Geschützt werden Gemeinschaften auf Mergelaufschlüssen mit Bärentraube und Alpen-Buchsbaum sowie wärmeliebende Sträucher, wärmeliebende Eichenwälder und Schlucht- und Schuttwälder. So stehen die geologische Form und die verschiedenen Lebensräume gleichermaßen im Mittelpunkt. Im Ort mündet außerdem ein örtlicher Bach in einen kleinen Teich.

Wälder, Lichtungen und Wege

Die Waldränder und Lichtungen rund um Pochvalov eignen sich zur Erholung. Die Landschaft ist auch für Fotografen und Maler reizvoll; in den Wäldern ist saisonal Pilzesammeln möglich. Durch das Dorf selbst führt kein markierter Wanderweg. In der Nähe können Sie jedoch auf blau oder rot markierte Wege treffen. Da sich Wegmarkierungen ändern können, prüfen Sie die aktuelle Wegweisung, wenn Sie eine markierte Strecke in Ihre Planung aufnehmen. Erholung an Waldrändern, Fotografie und saisonales Pilzesammeln setzen dabei jeweils andere Schwerpunkte.

Kapelle und Ortsgeschichte

Kaple sv. Prokopa ist das wichtigste und zugleich einzige kulturelle Wahrzeichen Pochvalovs und steht im Ortszentrum. Die große barocke Dorfplatzkapelle hat einen Turm mit Zwiebelhaube, ein rechteckiges Langhaus, ein apsidal geschlossenes Presbyterium und eine seitlich angebaute Sakristei. Ihre Beschreibung umfasst damit sowohl die markante Turmform als auch den Grundriss und die seitlichen Gebäudeteile.

Die erste schriftliche Erwähnung Pochvalovs stammt vom 13. Juli 1346. Unter dem Dorf wurde ein Steinkohlevorkommen gefunden; im Bergwerk Jiřina bei Pochvalov wurde der Tiefbau Mitte des 20. Jahrhunderts eingestellt. Diese Angaben ergänzen das kulturelle Wahrzeichen um zwei weitere Aspekte der Ortsgeschichte: die frühe schriftliche Erwähnung und den Bergbau.

Historische Orte in der Umgebung

Das nahe gelegene Dřevíč ist ein etwa 11 Hektar großes befestigtes Areal auf einem flachen, teilweise bewaldeten Gipfel des Džbán-Ausläufers. Auf dem Gelände steht außerdem die barocke St.-Wenzels-Kirche aus dem späten 17. Jahrhundert. Die nahe gelegenen Ruinen der Burg Pravda befinden sich auf einem Kalksteinsporn zwischen Domoušice und Pnětluky. Fast die gesamte Umfassungsmauer sowie Mauerwerk des Eingangstors, des Palas und eines Objekts mit Keller sind erhalten. Die beiden Orte zeigen unterschiedliche historische Formen: ein befestigtes Areal mit Kirche bei Dřevíč und erhaltene Burgmauern bei Pravda.

Literarische Spuren

Auch in der Literatur findet sich Pochvalov wieder: Im historischen Roman „Bludné duše“ von Václav Beneš Třebízský erscheint das Dorf als beinahe von Wäldern überwuchert. Vier überlieferte Sagen beziehen sich auf Pochvalov oder seine Umgebung. Zusammen mit Kapelle, Bergbaugeschichte und den nahe gelegenen historischen Orten bilden sie einen weiteren Zugang zur kulturellen Seite des Dorfes.

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