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Die Venušiny misky liegen etwa 1,5 Kilometer östlich von Kobylá auf dem 404 Meter hohen Smolný vrch. Die Granitformation setzt einen deutlichen Naturakzent; Schloss Kobylá, der Schlosspark und die Kirche St. Joachim eröffnen dazu einen kulturgeschichtlichen Schwerpunkt. Für Ihre Planung stellt sich damit vor allem die Frage, ob Felslandschaft und Wald oder historische Bauwerke mehr Raum erhalten sollen. Wer beides verbinden möchte, kann zusätzlich die Radroute „Žulovsko na kole“ berücksichtigen.

Granit und Wald am Smolný vrch

Seit dem 9. Dezember 1971 stehen die Venušiny misky als nationales Naturdenkmal unter Schutz. Die Formation ist geomorphologisch einzigartig und durch die kugelige Klüftung des Granits geprägt. Zu den Verwitterungsformen gehören Felsmulden, Felsstühle, Sitze und Nischen. So lässt sich das Naturthema sowohl über die Gesamtform als auch über die unterschiedlichen Strukturen des Granits erschließen.

Im Schutzgebiet der Venušiny misky und auf dem Gipfel wächst Mischwald, in dem Waldkiefer und Rotbuche dominieren. Der Baumbestand ergänzt die geologischen Formen um ein weiteres konkretes Landschaftsthema. Am höchsten Felsen befindet sich ein Aussichtspunkt. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist der Zugang mit Geländern gesichert; mehrere Stufen sind in den Fels gehauen.

Die Radtour „Žulovsko na kole“ verläuft auf dem Radweg Nr. 6047 an Smolný vrch und den Venušiny misky vorbei. Wenn Sie diese Option einplanen, prüfen Sie die Routenbedingungen vor Ort.

Schloss, Park und Kirche

Das Schloss Kobylá wurde 1570 erbaut und ist als Kulturdenkmal geschützt. Seine Fassade stammt aus der Empirezeit; über dem ursprünglichen Renaissanceportal befinden sich vier aus Stein gemeißelte weibliche Figuren. Der Wechsel zwischen Portal und Fassade macht unterschiedliche Bauepochen an einem Gebäude nachvollziehbar. Der Schlosspark in Kobylá wurde in den 1830er-Jahren von Baron Karel Klet aus Skal angelegt.

Die Kirche St. Joachim entstand 1787–1788 im klassizistischen Sakralstil; ihr Bau wurde aus dem Religionsfonds Kaiser Josephs II. finanziert. Im Oktober 1788 weihte der fürstbischöfliche Kommissar Ignaz Kunzler die Kirche. Ein Altarbild wird mit dem Barockmaler Ignác Raab in Verbindung gebracht.

Bei Arbeiten an der Kirche wurde außerdem ein ursprünglicher gemalter illusionistischer Altar an der Stirnwand des Presbyteriums entdeckt, freigelegt und restauriert. Für Kulturinteressierte bieten Schloss und Kirche damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte: am Schloss das Renaissanceportal und die Empirefassade, an St. Joachim die klassizistische Sakralarchitektur und der restaurierte Altar.

Den Aufenthalt passend planen

Bei der Suche nach einer Ferienwohnung können Sie zuerst gewichten, worauf Sie Ihren Aufenthalt ausrichten möchten: auf das geschützte Naturdenkmal und den Wald oder auf Schloss, Park und St. Joachim. Die Radtour ergänzt diese Auswahl um eine weitere Landschaftsperspektive. Vergleichen Sie anschließend die Lage der konkreten Unterkunft mit den Besuchen, die Sie einplanen möchten. So orientiert sich die Suche an Ihrem Programm und nicht allein am Ortsnamen.

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