Zum Inhalt

Velké Kunětice verbindet eine klare Ortsgeschichte mit einem deutlichen Wechsel zwischen Ebene und Gebirgsrand. Die Pfarrkirche Mariä Schnee ist ein Wahrzeichen; Schlossbauten aus verschiedenen Zeiten und zwei Kalköfen des 19. Jahrhunderts ergänzen das historische Bild. Zwei Radwege führen durch beziehungsweise über den Ort und ordnen ihn in unterschiedliche Folgen benannter Orte ein. Architektur, Kalkgeschichte und Radfahren setzen damit verschiedene Schwerpunkte.

Kirche und Schlossgeschichte

Die Pfarrkirche Mariä Schnee war früher der heiligen Elisabeth von Thüringen geweiht. Der Friedhof um die Kirche ist von einer Mauer mit zwei Eingängen umgeben: Der östliche Zugang weist in Richtung Dorf, der zweite liegt im Norden. Die Lage und Ausrichtung der Eingänge geben dem Platz eine klare Gliederung.

Der Schlosskomplex besteht aus zwei Wohngebäuden und Wirtschaftsgebäuden unterschiedlichen Alters. Das nördliche Wohngebäude des Schlosses geht auf eine mittelalterliche Gründung zurück; das westliche Wohngebäude ist klassizistisch. So stehen innerhalb der Anlage unterschiedliche Bauzeiten und Bauformen nebeneinander. Die Festung, das Schloss und der Restpark sind nach vorheriger Vereinbarung oder während Veranstaltungen öffentlich zugänglich. Stimmen Sie einen geplanten Besuch vorab ab.

Kalköfen und Ortsgeschichte

Velké Kunětice wurde erstmals 1284 urkundlich erwähnt. Im späten 15. Jahrhundert gab es im Ort Kalksteinbrüche. Nachdem die Hammerwerke dort nicht mehr bestanden, wurde in Velké Kunětice umso mehr Kalk gebrannt. Die Kalkgewinnung bildet so einen weiteren historischen Schwerpunkt neben den Kirchen- und Schlossbauten.

In der Ortsmitte stehen zwei einzigartige Kalköfen aus dem 19. Jahrhundert direkt an einem grün markierten Wanderweg. Von den Kalköfen führt ein Weg zu einem teilweise überfluteten Marmorbergwerk. Aus diesem Bergwerk stammte das Rohmaterial für die Öfen. Die Verbindung von Öfen, Weg und Bergwerk macht den Zusammenhang zwischen Rohstoff und Kalkbrennen besonders konkret; der Weg führt dabei zu einem anders geprägten Ort als die Bauwerke im Zentrum.

Landschaft und Radwege

Das Katastergebiet von Velké Kunětice umfasst 981 Hektar. Im nördlichen Teil an der Staatsgrenze fällt es sanft zur Ebene entlang der Nisa ab. Im südlichen Teil reichen die nördlichen Ausläufer des Sokolský hřbet in die Rychlebské hory hinein. Damit stehen innerhalb des Katastergebiets die Ebene an der Nisa und der Gebirgsrand im Süden als unterschiedliche Landschaftsformen gegenüber.

Der markierte Radweg 6041 führt von Javorník über Vidnava nach Velké Kunětice. Die regionale Radroute des Jesenicko-Nysa-Gebiets verläuft über Sławniowice, Velké Kunětice, Rokliny, Kaltenštejn, Zelená Hora, Vápenná und Žulová. Die Angaben unterscheiden sich in ihrem Bezug: Route 6041 nennt Javorník und Vidnava auf dem Weg nach Velké Kunětice; die regionale Route stellt den Ort in eine Folge weiterer benannter Orte.

Bei der Wahl eines Hotels können Sie sich zunächst fragen, ob Sie Ihren Aufenthalt eher an Architektur und Ortsgeschichte, an den Kalköfen und dem Bergwerk oder an einer der Radstrecken ausrichten möchten. Für Besuche der Festung, des Schlosses und des Restparks beziehen Sie die vorherige Vereinbarung beziehungsweise Veranstaltungen in Ihre Planung ein.

Weitere Reiseziele entdecken: Bílá Voda, Písečná, Skorosice, Černá Voda, Bělá Pod Pradědem, Zlate Hory, Vlčice, Žulová.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Jeseník.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.