Kirchenbau, Haná-Barock und eine 42 Kilometer lange Rad-Rundstrecke geben Hnojice ein Profil zwischen Ortsgeschichte und Bewegung. Die Gemeinde in der fruchtbaren Region Haná verbindet historische Zeugnisse mit einem jährlich stattfindenden Fest und einer Radroute, die durch den Ort führt. Für die Wahl des Reiseziels stehen damit verschiedene Anlässe zur Verfügung: ein Blick auf die lokale Geschichte, die Hanáer Kirtage oder eine Radtour.
Ortsbild und Haná
Hnojice ist eine typische Gemeinde der fruchtbaren Region Haná. Das Ortszentrum weist die Form einer geschlossenen Ellipse auf, die als alte slawische Okrouhlice bezeichnet wird. Damit gehört auch die Siedlungsform zur historischen Einordnung des Ortes. Die Straße II/447 verbindet Hnojice mit den benachbarten Dörfern Lužice und Žerotín und bietet eine weitere Orientierung zur Lage der Gemeinde.
Kirchen, Kapellen und Denkmäler
Die heutige Kirche Mariä Himmelfahrt wurde von 1806 bis 1812 erbaut, nachdem die frühere Kirche 1806 abgebrannt war. In der Parkanlage neben der Kirche steht die Statue des heiligen Johannes Nepomuk. Ihre Signatur trägt die Jahreszahl 1732; die Statue stammt aus der Werkstatt des uničover Meisters Jiří Antonín Heinz. Baugeschichte und Figur führen so zu unterschiedlichen historischen Zeitpunkten im Ort.
Am südöstlichen Ortsrand steht die Kapelle des heiligen Florian in einer Kurve an der Straße nach Lužice. Sie ist ein Werk des Haná-Barocks aus dem Jahr 1701. Das Sühnekreuz von Hnojice befindet sich an der Kreuzung der Straßen nach Šternberk und Moravská Huzová. Es ist das einzige und älteste Denkmal dieser Art in der Gemeinde. Das Kalvarienbergkreuz trägt eine lateinische Gedenkinschrift aus dem Jahr 1817.
Auch ein archäologischer Fund gehört zur Geschichte von Hnojice: Ein dort gefundenes Lausitzer Brandgrab wird als slawischer Fund des 6. Jahrhunderts eingeordnet.
Hanáer Kirtage und Radfahren
Die traditionellen Hanáer Kirtage finden jedes Jahr im August statt, und zwar am zweiten Samstag und Sonntag nach dem Fest des heiligen Laurentius. Zum Programm gehören Unterhaltungsveranstaltungen, verschiedene Ausstellungen und Auftritte der Ensembles des hnojicer Bürgervereins Hagnózek. Die konkreten Termine richten sich nach dem Kalender des jeweiligen Jahres; auch die jährlichen Programmpunkte können variieren. Wenn Sie wegen der Kirtage reisen, prüfen Sie deshalb vorab den Termin für das betreffende Jahr.
Die Radroute „Za krásami přírody“ führt über Hnojice und bildet eine 42 Kilometer lange Rundstrecke ab Šternberk. Sie verläuft weitgehend eben, weist nur einen geringen Höhenunterschied auf und ist für alle Altersgruppen geeignet. Da sich die Oberflächenbedingungen ändern können, empfiehlt es sich, die Routenbedingungen vor der Abfahrt zu prüfen. Als Zwischenstation eignet sich Hnojice für Radreisende, die von Olomouc oder Litovel über Šternberk in das Gebirge Nízký Jeseník unterwegs sind. Die Rundstrecke ab Šternberk und die Zwischenstationsrolle auf diesen Fahrten beantworten unterschiedliche Planungsfragen: Die eine nennt Länge und Ausgangspunkt, die andere die Richtung der Reise.
Den Aufenthalt planen
Für die Planung eines Aufenthalts mit Ferienwohnung ist es hilfreich, zuerst den Reiseanlass festzulegen. Bei einer Reise zu den Kirtagen steht der Termin des jeweiligen Jahres im Vordergrund; bei einem Radaufenthalt sind die Wahl zwischen Rundstrecke und Zwischenstation sowie die aktuellen Routenbedingungen entscheidend.
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