Želatovice liegt in einer sanft hügeligen Landschaft, in einer Senke unter den Hängen der umliegenden Anhöhen. Zugleich befindet sich der Ort am Übergang zwischen Haná und Záhoří. Die Senkenlage beschreibt den unmittelbaren Landschaftsrahmen; der Übergang zwischen den beiden Regionen ordnet Želatovice im größeren Landschaftsraum ein. Auch die Ortsgeschichte hat einen weit zurückreichenden Bezug: Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1282 und steht in einer Urkunde des Klosters Hradisko bei Olomouc. Spätere Zeugnisse verteilen sich über mehrere Jahrhunderte und verschiedene Standorte.
Kapellen und Denkmäler
Die Statue des hl. Johannes von Nepomuk stammt aus dem Jahr 1738 und ist unter der Register-Nr. 610 in der Zentralen Liste der Kulturdenkmäler der Tschechischen Republik eingetragen. Eine Kapelle desselben Heiligen steht in der Mitte des Straßenangers, westlich des Gebäudes des Gemeindeamts Nr. 32. Sie ist ein im neuromanischen Stil errichteter Mauerwerksbau. Statue und Kapelle setzen unterschiedliche Akzente: Die Statue ist ein datiertes und registriertes Denkmal, während sich die Kapelle durch ihre Lage und Bauweise einordnen lässt.
Auf dem Dorfplatz steht eine weitere Kapelle, die aus dem Jahr 1857 stammt. Ebenfalls dort befindet sich das Denkmal für die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Der gemeinsame Standort verbindet somit einen sakralen Bau mit einem Denkmal, das ausdrücklich dem Gedenken an die Opfer beider Kriege gewidmet ist.
Weitere Erinnerungszeichen sind mit konkreten Hausstandorten verbunden. Ein Steinkreuz beim Haus Nr. 104 datiert aus dem Jahr 1849; ein weiteres Steinkreuz bei einer Kapelle stammt aus dem Jahr 1898. Das Denkmal für František Běhal steht vor dem Haus Nr. 31. Es nennt ihn einen Leutnant der tschechoslowakischen Jagdflieger im Ausland, der am 11. Mai 1941 in der Schlacht um Südengland fiel. Damit verbinden sich im Ort architektonische und religiöse Zeugnisse mit dem Gedenken an Kriegsopfer und an eine einzelne historische Person.
Die Ortsangaben verteilen die Erinnerungszeichen auf mehrere Punkte: den Dorfplatz, den Straßenanger, den Bereich bei Haus Nr. 104 und den Standort vor Haus Nr. 31. Diese Unterscheidung hilft, die einzelnen Denkmäler räumlich auseinanderzuhalten, statt sie als ein einziges Ensemble zu betrachten.
Termine für die Besuchsplanung
Seit 1993 wird in der Kapelle des hl. Johannes von Nepomuk jedes Jahr am 16. Mai, dem Fest des Heiligen, eine Messe gefeiert. Wer einen Besuch mit diesem Termin verbinden möchte, sollte die Teilnahmemöglichkeit vor Ort klären. Auch das Internationale Jugendturnier „Memoriál Ladislava Němce a Viléma Zbořila“ bietet einen konkreten Veranstaltungstermin: Der FC Želatovice richtete die XXXIII. Ausgabe vom 5. bis 7. Juni 2026 im Sportareal des FC aus. Für künftige Termine sollten Sie sich beim Veranstalter informieren.
Die beiden Termine haben unterschiedliche Planungsrollen: Der 16. Mai ist als jährlich wiederkehrende Messe seit 1993 überliefert, während sich die Turnierdaten auf die Ausgabe von 2026 beziehen. So lässt sich ein Aufenthalt an der Ortsgeschichte, an einem religiösen Termin oder an einer konkret datierten Veranstaltung ausrichten, ohne die verschiedenen Zeitangaben gleichzusetzen.
Weitere Reiseziele entdecken: Horní Nětčice, Oplocany, Hranice I-Město, Vlkoš, Oprostovice, Hranice na Moravě, Soběchleby, Polkovice.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Přerov.