Niva liegt im nördlichen Teil der Drahanské vrchoviny, westlich von Prostějov. Naturdenkmäler, die Bílá Voda mit den drei Teichen, Wege zu Fuß und mit dem Rad sowie die Geschichte des früheren Namens Hartmanice geben dem Reiseziel mehrere konkrete Seiten. Für Ihre Planung können Sie überlegen, ob Feuchtgebiete, Bewegung oder Ortsgeschichte den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bilden sollen.
Feuchtwiesen, Bach und Teiche
Das Gebiet um den Horní rybník ist als Naturdenkmal Nivské louky geschützt. Zu ihm gehören Wiesengesellschaften und Feuchtgebietsflächen, an die seltene und gefährdete Pflanzen- und Tierarten gebunden sind. Im südlichen Zentrum von Niva liegt das Naturdenkmal Návesní niva. Es besteht aus vernässten Auenwiesen mit einer artenreichen Pflanzen- und Tierwelt, darunter Amphibien.
Die beiden Naturdenkmäler haben unterschiedliche räumliche Bezüge: Nivské louky liegt im Gebiet um den Horní rybník, Návesní niva im südlichen Zentrum. So lassen sich das Teichumfeld und die Auenwiesen als verschiedene Landschaftsschwerpunkte einordnen. Bei einem Besuch der Návesní niva beachten Sie bitte die örtlichen Naturschutzregeln.
Auch der Bach Bílá Voda prägt die Ortslandschaft: Er durchfließt Niva und speist alle drei Teiche des Ortes. Bachlauf und Teiche ergänzen die Feuchtwiesen um einen weiteren Naturbezug. Damit sind in Niva sowohl bestimmte Lebensräume als auch der Zusammenhang zwischen einem Wasserlauf und den Teichen Teil des Landschaftsbildes.
Zu Fuß und mit dem Rad
Mehrere Wanderwege und ein Radweg führen durch Niva. Für die Planung können Sie die beiden Bewegungsarten unterscheiden: Zu Fuß gibt es mehrere Wanderwege, während die Radroute 5075 eine konkret benannte Strecke ist. So lässt sich zunächst entscheiden, ob Sie sich an Wanderwegen orientieren oder eine Radroute in Ihre Reiseplanung einbeziehen möchten.
Die Radroute 5075, ausgeschildert als Greenway Krakov–Morava–Wien, führt durch Niva und verbindet Sloup, Repechy, Plumlov und Prostějov. Vor der Abfahrt prüfen Sie bitte die aktuelle Beschilderung und Streckenführung. Die genannten Orte geben einen über Niva hinausreichenden Routenbezug; für die konkrete Radplanung gehört der aktuelle Verlauf dazu.
Hartmanice: frühere Namensform und Ortsgeschichte
Niva hieß früher Hartmanice. Die erste schriftliche Erwähnung von Hartmanice stammt aus dem Jahr 1347. Der frühere Name ist damit ein wichtiger Bezugspunkt, wenn Sie sich für die historische Entwicklung des Ortes interessieren. Die Angaben zur Geschichte reichen von dieser frühen Erwähnung bis zu den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs.
Am 30. November 1942 wurde Hartmanice während des Zweiten Weltkriegs geräumt und die Bevölkerung zwangsweise ausgesiedelt. Deutsche Truppen nutzten den Ort als Übungsschießplatz. Nach dem Krieg kehrten frühere Einwohner zurück. So gehören neben der älteren Namensform auch Zwangsräumung, militärische Nutzung und Rückkehr zur Geschichte Hartmanices.
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