Ein ungewöhnlicher Geschichtsbezug in Stavenice ist das Hradisko-Hradiště, auch U Josefa genannt. Es liegt auf dem Hügel Hradisko oberhalb des linken Ufers der Morava im Wald Doubrava und innerhalb des Katastralgebiets von Stavenice. Die doppelte Namensform ist hilfreich, wenn Sie den Ort unter seiner alternativen Bezeichnung einordnen. Archäologische Funde datieren das Hradisko-Hradiště in das 10. Jahrhundert; Keramikfunde weisen außerdem auf eine Nutzung der Anlage in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts hin. Die Zeitangaben erfüllen unterschiedliche Rollen: Die Funde datieren den Platz, die Keramik verweist auf eine spätere Nutzungsphase.
Landschaftsschutz und Besuchsregeln
Ein Teil des Katastralgebiets von Stavenice liegt im Landschaftsschutzgebiet Litovelské Pomoraví. Das Naturschutzgebiet Doubrava umfasst ebenfalls Katastralflächen von Stavenice. Beide Namen bezeichnen unterschiedliche Schutzgebiete; zudem bezieht sich die Angabe zum Landschaftsschutzgebiet ausdrücklich auf einen Teil des Katastralgebiets. Im Naturschutzgebiet Doubrava sind die Einfahrt von Autos, das Zelten, das Pflücken von Pflanzen sowie das Sammeln oder Stören von Tieren verboten. Beachten Sie bei einem Besuch die ausgeschilderten Regeln. Für die Reiseplanung ist wichtig, den Schutzgebietsbezug und die konkreten Verhaltensregeln auseinanderzuhalten: Die Einschränkungen beziehen sich auf Doubrava.
Historische Bildwerke im Ortsbereich
Im bebauten Ortsbereich fallen die Boží muka wegen ihrer Größe besonders auf und wirken gestalterisch eindrucksvoll. Die Boží muka im westlichen Teil von Stavenice, zwischen den Häusern Nr. 1 und 40, stammen vom Ende des 18. Jahrhunderts und wurden 2011 rekonstruiert. Ein Steinkreuz nahe Haus Nr. 48 ist ein einzigartiges volkstümliches Bildhauerwerk von 1816 im Empirestil; es wurde 2009 rekonstruiert. Das Kruzifix mit Christus wird durch eine Madonna mit zwei Engeln und ein Relief der heiligen Maria Magdalena ergänzt. In der Kapelle sv. Floriána befindet sich über dem Altar ein Bild des heiligen Florian. Die Zeitangaben zum Ende des 18. Jahrhunderts und zu 1816 beschreiben die Werke, während 2009 und 2011 die späteren Rekonstruktionen datieren. Das Kreuz hat ein mehrteiliges Bildprogramm; in der Kapelle befindet sich ein einzelnes Bild über dem Altar.
Radroute 51
Für Radfahrende ist ein kurzer Abschnitt der Radroute 51 konkret benannt: Er verläuft auf der Straße III/31540 durch das Gebiet von Stavenice in Richtung Třeština. Die Radroute verbindet unter anderem Mohelnice und Třeština. Dabei ist der örtliche Abschnitt vom größeren Zusammenhang zu unterscheiden: Die Angabe für Stavenice betrifft einen kurzen Teil der Strecke, während Mohelnice und Třeština die weiter gefasste Verbindung markieren. Straßenverhältnisse und Beschilderung können sich ändern; prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Routenverlauf und die Wegweisung. Eine aktuelle Routenübersicht hilft, den Abschnitt in Ihre Planung einzuordnen.
Weitere Reiseziele entdecken: Třeština, Rejchartice, Chromeč, Drozdov, Zvole U Zábřeha, Rovensko, Rohle, Bohuslavice Nad Moravou
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Šumperk.