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Hamry U Hlinska lässt sich über mehrere klar unterscheidbare Themen kennenlernen: die Masopusttradition, die Landschaft an der Chrudimka sowie örtliche Bau- und Wirtschaftsgeschichte. Besonders eng ist der Masopstumzug an die Gemeinde gebunden; der Lehrpfad und die erhaltenen Bauzeugnisse setzen andere Akzente.

Masopust: eine Tradition am Ursprungsort

Der Masopust-Umzug der Gemeinde Hamry ist seit jeher überliefert und bewahrt seinen altböhmischen Charakter. Seit 2010 ist die Prozession in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO eingetragen. Erleben lässt sie sich nur in ihrem ursprünglichen Gebiet: in der Gemeinde, in der sie stattfindet. Wer den Umzug zum Anlass für eine Reise nimmt, sollte den konkreten Termin vor der Planung prüfen.

Ein besonderes Element ist Prohánění kobyly, ein einzigartiger Bestandteil der Masopust-Umzüge im Hlinecko, der nur in Hamry überliefert wird. Am Nachmittag vor dem Tag des Maskenumzugs ziehen junge Männer in Pferdekostümen und mit weiteren Masken an allen Häusern der Gemeinde vorbei. Damit kündigen sie das Geschehen des folgenden Tages an. So gehört auch der Vorabend zur beschriebenen Form des Brauchs.

Chrudimka und Lehrpfad

Hamry liegt in einer Landschaft rund um den Fluss Chrudimka. Im Katastergebiet Hamry u Hlinska ist die Chrudimka oberhalb des Stausees Hamerská ein teilweise beschatteter, fünf Meter breiter Bach. Diese Angaben benennen sowohl den weiteren Landschaftsbezug als auch einen genau eingeordneten Abschnitt oberhalb des Stausees.

Der Lehrpfad Vlastivědná stezka Krajem Chrudimky führt durch Hamry. Von Čachnov aus liegt der Ort auf der Route bei Kilometer 14,5; entlang des Lehrpfads stehen insgesamt 37 Informationstafeln. Die gesamte Strecke ist grün markiert. Die Kilometerangabe ordnet Hamry im Verlauf von Čachnov aus ein, während die Tafeln entlang des Weges verteilt sind und die Markierung für die ganze Strecke gilt. Da Routendetails überarbeitet werden können, ist es sinnvoll, vor einer Wanderung den aktuellen Verlauf zu prüfen.

Kapelle, Volksbauten und Ortsgeschichte

Die Kapelle des heiligen Johannes Nepomuk, auch Svatojánské lázně genannt, ist ein unbewegliches Kulturdenkmal in Hamry. Daneben sind mehrere Volksbauten erhalten, die für die örtliche Vorgebirgslandschaft typisch sind. Zu ihnen gehört die Blockhütte Nr. 25 mit ihrem verzierten Gittergiebel. Zusammen zeigen die Beispiele unterschiedliche Seiten des baulichen Erbes: eine als Denkmal geschützte Kapelle und erhaltene Volksbauten mit charakteristischen Formen.

Auch die frühere Arbeit lässt sich zeitlich einordnen. In Hamry und im weiter nördlich gelegenen Hamřík wurde im 15. und 16. Jahrhundert Eisenerz verarbeitet. Die Arbeiten im Eisenhammer von Hamry dauerten bis ins 18. Jahrhundert an. Einen anderen wirtschaftsgeschichtlichen Akzent setzen drei Wassermühlen, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Hamry in Betrieb waren. Damit stehen die Eisenverarbeitung und der spätere Mühlenbetrieb als unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte nebeneinander.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Chrudim.

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