Leštinka verbindet die Geschichte des Granitabbaus mit einem besonderen Tauchrevier: Im Lom Leštinka liegen Übungsplattformen und ein Unterwasser-Freilichtmuseum. Zugleich erzählen Wege und Bauwerke von der früheren Arbeit in den Steinbrüchen. Für Ihre Planung ist die Unterscheidung zwischen Tauchen und Baden wichtig: Im Divepark Leštinka ist öffentliches Baden nicht erlaubt.
Hügelland und Steinbruchgeschichte
Der Ort liegt im hügeligen Randbereich der Böhmisch-Mährischen Höhe zwischen Skuteč und Vrbatův Kostelec. Der untere Ortsteil zieht sich in einer Schlucht am rechten Ufer des Bachs Žejbro entlang. Auf der Anhöhe Horka befindet sich ein System stillgelegter Steinbrüche. Dazu gehören Andrůzův lom, Zvěřinov, Kaňon, Leštinka II – Ekhardka, Holubák und Družstvo. Der Abbau wurde Ende des vergangenen Jahrhunderts eingestellt.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Leštinka ein bedeutendes Zentrum des Granitabbaus. Damals arbeiteten in den umliegenden Steinbrüchen 400 bis 500 Steinmetze. Die Spuren dieser Industriegeschichte zeigen sich auch in ihrer Infrastruktur: Erhalten sind ein Viadukt und eine abgebaute, überwucherte Eisenbahnanschlussstrecke vom Steinbruch „Mikšov“ nach Žďárec u Skutče.
Der Besuch des Steinbruchgebiets ist nur mit Zustimmung der Eigentümer und unter Einhaltung der Sicherheits- sowie organisatorisch-technischen Vorschriften möglich. Planen Sie Erkundungen daher nicht als freien Zugang zu den verlassenen Anlagen.
Historische Spuren im Ort und seiner Umgebung
Auf dem oberen Dorfplatz steht ein eisernes Kreuz mit Christus, das 1833 errichtet wurde. Eine ältere Glocke aus dem Jahr 1832 stammt aus der hölzernen Glockenstube von Leštinka und ist heute in das Dach des Feuerwehrhauses eingebaut. Beide Beispiele verweisen auf die lange Ortsgeschichte, zeigen aber zugleich unterschiedliche Arten, wie historische Bauteile erhalten geblieben sind.
Im angrenzenden Wald Dusaveci liegt die künstliche Höhle Drápka, die in einen Sandsteinblock gehauen wurde. In der Nähe von Leštinka befinden sich außerdem die Überreste des mittelalterlichen hrádku Cejřov. Sie liegen oberhalb des linken Ufers des Žejbro; erhalten sind ein hoher, gut erhaltener kreisförmiger Wall und ein Graben. Cejřov ist damit eine archäologische Spur in der Landschaft, keine vollständig erhaltene Burganlage.
Eine Ausstellung im Městské muzeum Skuteč dokumentiert die mit Leštinka verbundene Geschichte des Abbaus und der Verarbeitung von Stein. Prüfen Sie vor der Fahrt, ob die Ausstellung zu Ihrem Besuch zugänglich ist.
Tauchen im Lom Leštinka
Der Lom Leštinka hat ein terrassenförmig gegliedertes Unterwasserprofil und ist bis zu etwa 26 Meter tief. Für die Taucherausbildung gibt es Übungsplattformen in 3, 6 und 13 Metern Tiefe. Ab 13 Metern beginnt das Unterwasser-Freilichtmuseum: Zu den dort beschriebenen Objekten gehören Holzhäuser, Schienen, Spitzhacken und Förderwagen. Die verschiedenen Tiefen und die versunkenen Bergbauobjekte geben dem Steinbruch ein eigenes industrielles Thema unter Wasser.
Im Divepark können sowohl vollständige Anfänger als auch erfahrene Taucher tauchen. Schnuppertauchgänge begleitet ein erfahrener zertifizierter Tauchlehrer, der den Ablauf erklärt und beim Anlegen der Ausrüstung hilft. Der Zugang zum Wasser erfolgt über einen geräumigen Steg, der auch für größere Gruppen von Tauchern geeignet ist. Das Tauchangebot ist jedoch kein öffentliches Badeangebot: Öffentliches Baden ist im Divepark nicht erlaubt.
Für Familienerholung bietet der Lom Leštinka ein Piratenschiff für Kinder, eine Sandspielfläche, eine Schaukel und ein Klettergerüst. Im Winter ist am Leštinka Eistauchen möglich, sofern die Wasseroberfläche zufriert. Die Bedingung ist entscheidend: Eine zufrierende Oberfläche ist keine garantierte Winteraktivität.
Weitere Möglichkeiten zur Erkundung
Durch den nördlichen Teil von Leštinka verläuft eine ausgeschilderte lokale Radroute. Prüfen Sie Beschilderung und Verlauf vor der Fahrt. Wer sich für die Verbindung von Landschaft und Ortsgeschichte interessiert, kann außerdem die Lage des unteren Ortsteils am Žejbro mit den Spuren des früheren Steinabbaus und den historischen Bauwerken im Ort in Beziehung setzen.
Leštinka bietet damit mehrere klar unterscheidbare Zugänge zur Region: Tauchgänge im Lom, die Geschichte der Granitgewinnung und einzelne historische Spuren im Ort und seiner Umgebung. Berücksichtigen Sie bei der Planung die geltenden Zugangsbedingungen für das Steinbruchgebiet sowie die konkrete Aktivität, die Sie interessiert.
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