Zum Inhalt

Im Ortszentrum von Horní Roveň steht die Kirche der heiligen Katharina, deren Baugeschichte bis an die Stelle einer älteren Holzkirche zurückreicht. Zusammen mit Kapellen, einem barocken Pfarrhaus, einem geschützten landwirtschaftlichen Gehöft und einem historischen Gasthof zeigt sie verschiedene Seiten des Ortes. Die Datierungen reichen vom 17. bis ins 19. Jahrhundert; mehrere Gebäude bewahren Hinweise auf frühere Bauphasen. So lassen sich religiöse, bäuerliche und gemeinschaftlich geprägte Bauformen als unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte betrachten.

Kirche und Glockenturm: Bauphasen im Ortszentrum

Die heutige Kirche der heiligen Katharina wurde 1697–1699 an der Stelle einer Holzkirche errichtet. Ihr Kirchenkomplex liegt im Ortszentrum und ist als unbewegliches Kulturdenkmal eingetragen. Einst war die Kirche ein Wahrzeichen des Ortes. Zum Komplex gehört ein freistehender gemauerter Glockenturm mit pyramidenförmigem Dach. Seine Maße betragen 6,90 × 7,20 Meter; errichtet wurde er 1799. Die Datierungen machen zwei Bauphasen erkennbar: Die Kirche stammt aus dem späten 17. Jahrhundert, der Turm aus dem späten 18. Jahrhundert. Damit erschöpft sich die Baugeschichte des Komplexes nicht in einem einzigen Entstehungsdatum.

Kapellen mit eigener Geschichte

Südlich der Kirche der heiligen Katharina liegt an einem Feldweg die Kapelle der Jungfrau Maria, die als Kulturdenkmal eingetragen ist. Eine weitere Kapelle im Ort ist dem heiligen Wenzel gewidmet. Sie ist ein wertvoller kleiner Barockbau aus dem Jahr 1746. Die beiden Bauwerke unterscheiden sich sowohl in ihrer Lage als auch in ihrer Beschreibung: Für die Marienkapelle sind ihre Position südlich der Kirche und ihr Schutzstatus prägend, für die Wenzelskapelle ihre kleine Form, die Barockzeit und das genaue Baujahr. Diese Einzelheiten helfen, die Kapellen nicht miteinander zu verwechseln.

Pfarrhaus und bäuerliche Architektur

Das ebenerdige ländliche Pfarrhaus ist ein Barockbau von 1717. 1829–1830 wurde es klassizistisch umgebaut; erhalten blieb seine ursprüngliche Raumaufteilung mit einer geräumigen Eingangshalle. Bauzeit, spätere Veränderung und bewahrter Grundriss gehören hier zusammen. Das Pfarrhaus gilt als wertvolles Zeugnis für die Entwicklung ländlicher Pfarrgebäude im 18. und 19. Jahrhundert. Seine Geschichte steht damit für mehr als eine einzelne Stilbezeichnung: Sie zeigt, wie ein Gebäude über mehrere Epochen hinweg geprägt wurde.

Eine andere Bauaufgabe verkörpert das geschützte Gehöft mit der Registernummer 23943/6-2074. Es ist ein architektonisch wertvoller, geschlossener landwirtschaftlicher Komplex mit Tor und einem ehemaligen zweigeschossigen Speicher von 1864. Der Speicher ist als ehemaliger Gebäudeteil einzuordnen; die Beschreibung des Gehöfts verbindet ihn mit dem gesamten landwirtschaftlichen Komplex. Auch im ehemaligen Ortszentrum ist ein historischer Gasthof mit Kulturhaus bis heute erhalten. Zusammen erweitern diese Gebäude den Blick über die sakrale Architektur hinaus auf ländliches Bauen und die Geschichte des Ortszentrums.

Ein Weg in der weiteren Umgebung

Wer neben den Bauwerken auch Landschaft in die Reiseplanung einbeziehen möchte, findet im weiteren Umfeld von Horní Roveň einen Bezug zum Gebiet von Dolní Roveň. Dieses ist über einen markierten Weg vom Bahnhof Uhersko aus zugänglich. Der Weg verläuft am Lodrant-Damm entlang und bietet einen schönen Blick auf den Teich; weiter führt er über Horní Jelení bis nach Vysoké Chvojno. Zur Verkehrsgeschichte von Horní Roveň gehört außerdem, dass dort 1899 ein Bahnhof eingerichtet wurde. Der markierte Weg in der weiteren Umgebung beginnt dagegen am Bahnhof Uhersko. So bleiben Ortsgeschichte und Wegverlauf klar voneinander unterschieden.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Weitere Reiseziele entdecken

Weitere Reiseziele entdecken: Časy, Labské Chrčice, Moravany, Choteč, Poběžovice U Přelouče, Býšť, Řečany Nad Labem, Lipoltice.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Pardubice.