Für einen Aufenthalt in Bela Nad Svitavou lassen sich unterschiedliche Schwerpunkte setzen: kirchliche Kunst, Erinnerungsorte, Geologie oder Radfahren. Wer eine Ferienwohnung sucht, kann zuerst überlegen, welches dieser Themen den Aufenthalt prägen soll. Die Allerheiligenkirche bietet einen kunsthistorischen Zugang, während Gedenkorte eigene geschichtliche Bezüge haben. Čertova díra wiederum ist durch ihre geologische Einordnung und die Lage eines ihrer Eingänge charakterisiert.
Barockkirche und sakrale Kunst
Die Allerheiligenkirche ist ein barocker Bau, der zwischen 1751 und 1770 errichtet wurde. Ihren Hauptaltar schmückt ein Gemälde des Malers Josef Scheivl. Ein Fresko aus dem Jahr 1928 zeigt die heilige Elisabeth von Thüringen, wie sie Brot an arme Menschen verteilt. Die beiden Werke setzen unterschiedliche Akzente: Das Gemälde gehört zur Ausstattung des Hauptaltars, das Fresko erzählt ein konkretes Motiv. Vor der Kirche steht ein steinernes Kreuz aus dem Jahr 1811. Nahe dem Eingang zur Sakristei befindet sich eine Statue des heiligen Johannes Nepomuk von 1768. So gehören Architektur, Malerei und einzelne Denkmäler zu einem gemeinsamen kulturhistorischen Schwerpunkt. Eine weitere historische Spur ist die Statue der Schmerzensmutter, die aus Podlesí in die Kirche von Německá Bělá übertragen wurde.
Gedenkorte und Wallfahrt
Das Denkmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs steht in einem Lindenpark nahe der Allerheiligenkirche. Auf dem örtlichen Friedhof liegen andere Erinnerungsbezüge: In einem Massengrab ruhen 42 jüdische Menschen, die während des Transports aus Polen zu Schindlers Fabrik in Brněnec starben. Auf demselben Friedhof befindet sich das Grab des Fallschirmjägers Ivan Banděrev. Seine sterblichen Überreste wurden am 28. Oktober 1947 auf den örtlichen Friedhof überführt. Die Orte unterscheiden sich damit sowohl in ihrer Lage als auch in den Ereignissen, an die sie erinnern.
Auch die traditionelle Wallfahrt ist mit der Allerheiligenkirche verbunden: Sie findet jedes Jahr am dritten Sonntag nach Ostern anlässlich der Weihe der Kirche statt. Bei der Ausgabe 2026 am 26. April gab es Fahrgeschäfte und weitere Jahrmarktsattraktionen für Kinder und Erwachsene. Wenn Sie eine künftige Reise auf die Wallfahrt abstimmen möchten, prüfen Sie Termin und Programm für das gewünschte Jahr.
Geologie und Radfahren
Čertova díra ist eine 115 Meter lange und 12 Meter tiefe pseudokarstische Spaltenhöhle in Kreide-Mergelsteinen der Jizera-Formation. Sie zählt zu den längsten Höhlen dieser Art in Tschechien, die in Kreidegestein entstanden sind. Einer ihrer drei Eingänge befindet sich in einer durch Abbau geprägten Felswand, etwa 40 Meter über dem Talboden des Bělský-Bach-Tals. Wenn Sie den Bereich besuchen möchten, prüfen Sie die Geländebedingungen vor Ort; die ungefähre Höhenlage des Eingangs macht die Umgebung zu einem anderen Planungsthema als die Kunst und Geschichte der Kirche.
Für Radinteressierte führt die Radroute 4201 über Hradec nad Svitavou, Banín, Bělá nad Svitavou und Bohuňov. Ihr benannter Verlauf bietet einen konkreten Streckenbezug, während die Kirche und die Gedenkorte kulturhistorische Schwerpunkte bilden. Die Geologie von Čertova díra eröffnet wiederum einen eigenen Blick auf die Landschaft.
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