Radkov liegt am Fluss Třebůvka; mittelalterliche Befestigungsspuren, eine historische Mühle und zwei benannte Radwege geben dem Ort mehrere konkrete Anknüpfungspunkte. Die Geschichte reicht von der Gründung einer befestigten Kleinstadt bis zu baulichen Resten, die noch im Gelände sichtbar sind. Wenn Sie eine Ferienwohnung für einen Aufenthalt in Radkov suchen, können Sie Ihren Schwerpunkt danach wählen: Möchten Sie vor allem die Ortsgeschichte erkunden oder Radkov im Rahmen einer Radroute betrachten? Die folgenden Unterschiede helfen, diese Interessen zu sortieren.
Befestigungsspuren und Hradisko
Nach archäologischer Deutung wurde die befestigte Kleinstadt Radkov in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts mit einem kleinen Burgsitz gegründet. Das Radkovské hradisko liegt südlich von Radkov im Katastergebiet Gruna. Es gilt als bedeutende archäologische Fundstätte des Mittelalters und Hochmittelalters; zu den dort erfassten Typen gehören eine Befestigung, eine Feste und eine Höhensiedlung. Die drei Bezeichnungen setzen unterschiedliche Akzente: Sie benennen Befestigung, befestigten Sitz und Siedlung auf einer Anhöhe.
Das Radkovské hradisko ist über 200 Meter lang und 70 Meter breit. Sein Vorwerk wurde durch eine 60 Meter lange und 280 Zentimeter starke Schildmauer geschützt. Die Maßangaben trennen die Ausdehnung des Platzes von der Länge und Stärke der Schildmauer des Vorwerks. Im Gelände ist außerdem ein in den Fels gehauener Graben mit einer Breite von bis zu 30 Metern sichtbar, ein Rest der befestigten Siedlung Radkov und ihrer Befestigung.
Radwege durch und ab Radkov
Für Radfahrende bieten zwei benannte Verläufe eine konkrete Orientierung. Der markierte Radweg Nr. 506 führt von Moravská Třebová nach Městečko Trnávka über Linhartice, Radkov und Rozstání. Radkov ist dabei einer der genannten Orte auf der Verbindung zwischen den beiden Städten. Der Radweg Nr. 4043 führt vom Radkovské hradisko über Gruna und Žipotín nach Nad Svojanovem. Als Vergleich für Ihre Planung zählt die Ortsfolge: Nr. 506 verläuft über Radkov, während Nr. 4043 am Hradisko beginnt. Prüfen Sie die Routennummern vor Ihrer Fahrt vor Ort.
Mühlengeschichte und dörfliches Ortsbild
Eine andere historische Perspektive bietet die Mühle Dolní, Fleckův mlýn. Ihre erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1680, damals unter dem Namen „Rottendorf mühle – Radkovský mlýn“. Für 1835 ist ein gemauertes Mühlengebäude mit zwei Rädern beschrieben, die von einem Mühlgraben am rechten Ufer der Třebůvka angetrieben wurden. Die Jahresangaben zeigen zwei verschiedene historische Blickpunkte: 1680 den Namen der Mühle, 1835 Bauweise und Antrieb. Im Unterschied zur Befestigung rückt hier die Nutzung des Wassers in den Mittelpunkt.
Im Ortsbild ergänzen bäuerliche Zeugnisse die archäologischen Themen: In Radkov sind ursprüngliche Gehöfte und Bauernhöfe unterschiedlich gut erhalten. Auch in Radkov und im benachbarten Rozstání sind erhaltene Glockentürme überliefert. Diese dörflichen Spuren geben Ihrer Beschäftigung mit dem Ort einen anderen Maßstab als Hradisko und Schildmauer.
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