Lichkov lässt sich über zwei unterschiedliche Zugänge zur Geschichte entdecken: ein kirchliches Kulturdenkmal und die militärischen Grenzbefestigungen, die im Museum und auf einer thematischen Rundwanderung eine Rolle spielen. Die Vorgebirgsgemeinde liegt auf etwa 560 Metern Höhe nahe der Staatsgrenze zu Polen. Für die Planung hilft eine Schwerpunktfrage: Möchten Sie einzelne Kulturorte besuchen oder die Geschichte der Befestigungen auf einer längeren Route vertiefen? Die einzelnen Orte und Wege setzen dabei unterschiedliche Akzente.
Kulturdenkmal und militärisches Erbe
Die Kirche Kostel sv. Josefa - dělníka wurde durch Beschluss des Kulturministeriums der Tschechischen Republik vom 7. Dezember 2011 zum Kulturdenkmal erklärt. Neben den Befestigungsanlagen gehört damit auch ein kirchlicher Ort zum kulturellen Schwerpunkt eines Aufenthalts in Lichkov.
Das Vojenské muzeum Lichkov befindet sich in den Vorkriegs-Infanteriebunkern K-S 31 „U besídky“ und K-S 32 „Na růžku“ zwischen Lichkov und Mladkov. Seine Ausstellung behandelt gepanzerte Fahrzeuge in der Tschechoslowakei von 1918 bis 1945. So treffen historische Bunkerbauwerke und ein klar umrissenes militärhistorisches Ausstellungsthema aufeinander. Das Museum liegt am westlichen Rand der Gemeinde, etwa 200 Meter von der Straße 312 zwischen Lichkov und Mladkov entfernt. Informieren Sie sich vor dem Besuch über die Zugangsmodalitäten des Museums.
Im Katastergebiet der Gemeinde Lichkov liegt auch der Infanteriebunker K-S 25 „Na Sedle“. Im Inneren befindet sich eine Ausstellung des privaten Muzeum Vysoký kámen. Wenn Sie diesen Ort besuchen möchten, klären Sie vorab, ob die private Ausstellung zugänglich ist.
Routen mit eigenem Schwerpunkt
Die etwa 15 Kilometer lange Rundwanderung Betonová hranice ist eine eigene Möglichkeit, sich mit der Grenzbefestigung zu beschäftigen. Die Runde verfügt über 23 Informationstafeln zu verschiedenen Themen der Entstehung, des Zwecks und der Geschichte der tschechoslowakischen Grenzbefestigung. Wer diese historischen Zusammenhänge vertiefen möchte, kann die Tafeln als Teil des Wandererlebnisses einplanen. Für die ungefähre Streckenlänge sollten Sie einen eigenen Zeitblock vorsehen.
Der Landschaftsbezug ist ungleich verteilt: Ein kleiner Teil der Route führt im Tal der Tichá Orlice durch den Naturpark Orlice; der übrige und wesentliche Teil verläuft durch den Naturpark Suchý vrch - Buková hora. Damit ist der Abschnitt durch den Naturpark Orlice ein kleiner Teil der Runde, während deren Hauptverlauf im anderen Naturpark liegt.
Zum System Betonová hranice gehört eine blau markierte Zubringerroute von Lichkov, die zugleich das Vojenské muzeum Lichkov an das gesamte System anschließt. Eine grün markierte Route führt vom Bahnhof Lichkov zur Artilleriefestung Bouda. Die Wegziele unterscheiden sich damit klar: Die Betonová hranice ist eine thematische Rundwanderung, der Weg ab Bahnhof führt zur Festung. Bei der Auswahl können Sie sich daran orientieren, ob die Informationstafeln und das Rundformat oder das Ziel Bouda besser zu Ihrem Besuchsschwerpunkt passen. Prüfen Sie die aktuelle Markierung der Wege vor Ort.
Weitere Reiseziele entdecken: Cotkytle, Petrovice, Přívrat, Radhošť, Mistrovice, Krasíkov, Kunvald V Cechách, Svatý Jiří.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Ústí Nad Orlicí.