Zum Inhalt

Wer Pustina erreicht, begegnet einem Ort, der sich erst spät zeigt: Die Siedlung liegt größtenteils unter dem Niveau des umliegenden Geländes und wird erst kurz vor der Ankunft sichtbar. Zugleich liegt Pustina in einer kleinen Senke auf 473 Metern Höhe. Zusammen prägen diese Angaben den topografischen Eindruck: Die Höhenzahl beschreibt den Standort, während Senke und späte Sichtbarkeit die Lage im Verhältnis zum umliegenden Gelände verdeutlichen.

Ortsgeschichte und Glockenturm

Die Besiedlung begann gegen Ende des 17. Jahrhunderts mit mehreren Gehöften, die bei der Rodung des Waldes entstanden. Der frühe Ortsanfang ist damit eng mit der Veränderung der Landschaft verbunden. Ein späteres Datum der Ortsgeschichte ist 1921: In diesem Jahr wurde der Glockenturm von Pustina in Form einer Kapelle errichtet, obwohl er stets einem weltlichen Zweck diente. Die Kapellenform beschreibt also die Gestaltung, nicht die Funktion. Auch die Chronik gehört zur Ortsgeschichte: Josef Vítek schrieb sie bis 1939. Glockenturm und Chronik bieten zwei unterschiedliche historische Bezugspunkte, ein Bauwerk und eine schriftliche Ortsüberlieferung.

Bibliothek und Buchkultur

Pustina verfügt über eine öffentliche Bibliothek mit öffentlichem Internetzugang. Die Bibliotéka Čeňka Mlíky in Pustina 45 ist auf tschechische Literatur und die Buchkultur des 19. Jahrhunderts spezialisiert. Zu ihr gehört eine Galerie im Erdgeschoss eines zweigeschossigen Gebäudes mit 160 Quadratmetern Fläche. Der thematische Schwerpunkt auf Literatur unterscheidet sich von den Bauwerken im Ort und bei Poklona; die Galerie ergänzt ihn um einen Ausstellungsraum. Das Ausstellungsprogramm kann wechseln. Wenn Sie die Bibliotéka Čeňka Mlíky besuchen möchten, prüfen Sie den Zugang vorab.

Weg und Aussicht bei Poklona

Ein Fußweg führt von Pustina südwärts in Richtung Řepníky zu einer Geländestufe namens Poklona oberhalb von Střemošice. Von dort eröffnet sich der Blick auf die Českomoravská vrchovina und die Železné hory. Ein weiterer Aussichtspunkt liegt am höchsten Punkt der Střemošická stráň, nahe der Säule Poklona; von dort bieten sich Ausblicke auf den Granitpluton von Skutečsko und Prosečsko, die Kreideküsten sowie die Burg Košumberk. Die Aussichtsthemen unterscheiden sich damit: Bei der Geländestufe stehen zwei benannte Landschaftsräume im Blick, bei der Střemošická stráň geologische Besonderheiten und die Burg. Diese Gegenüberstellung hilft, die Aussichtspunkte nach dem gewünschten Landschaftsbezug zu wählen.

Die Säule und die Wahl des Schwerpunkts

Auf der Poklona südlich von Pustina steht eine dreiseitige barocke Säule der Heiligen Dreifaltigkeit aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Ihre Widmung unterscheidet sie vom Glockenturm, der trotz seiner Kapellenform stets einem weltlichen Zweck diente. So treten zwei unterschiedliche historische Motive hervor: die barocke religiöse Widmung der Säule und der weltliche Zweck des kapellenförmigen Turms. Für die Reiseentscheidung stehen damit Ortsgeschichte und Buchkultur im Ort den Landschaftsbezügen und Ausblicken bei Poklona gegenüber. Richten Sie Ihren Schwerpunkt danach aus, welches dieser Themen Ihren Aufenthalt prägen soll.

Weitere Reiseziele entdecken: Cervená Voda, Vračovice-Orlov, Kameničná, Česká Třebová, Hrušová, Podlesí, Kunvald V Cechách, Chocen

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Ústí Nad Orlicí.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.