In Bělá nad Radbuzou stehen Baugeschichte und Landschaft als unterschiedliche Themen nebeneinander. Die Barocke Brücke, die Festung Bělá und die Kirche Unserer Lieben Frau von den Sieben Schmerzen geben Einblicke in verschiedene Bau- und Nutzungsgeschichten. Pohořelec und die Wege im Gebiet um den Ort lenken den Blick auf die Umgebung.
Flusslage und Aussicht
Bělá nad Radbuzou liegt am Zusammenfluss der Radbuza und des Bezděkovský potok. Einen Blick auf die weitere Landschaft eröffnet der Aussichtspunkt Pohořelec auf dem gleichnamigen Hügel, 524 Meter über dem Meeresspiegel. Damit bilden die Flusslage und der höher gelegene Aussichtspunkt zwei unterschiedliche Bezugspunkte für die Orientierung.
Von Pohořelec reicht das südwestliche Panorama zu den Grenzbergen. Im Böhmerwald liegen die Gipfel Ostrý und Velký Javor; außerdem gehören Čerchov, Velký Zvon und Přimda zum beschriebenen Ausblick. Die benannten Gipfel geben dem Panorama einen konkreten Charakter und machen deutlich, dass sich der Blick nicht nur auf die unmittelbare Ortslage richtet.
Der Aussichtspunkt ist vom Stadtplatz in Richtung Bor erreichbar. Der letzte Abschnitt führt über einen Weg durch eine Wiese. Prüfen Sie vor dem Aufbruch lokal, ob der Zugang noch so verläuft.
Brücke, Festung und Kirche
Die Barocke Brücke über die Radbuza ist ein markantes historisches Bauwerk. Sie wurde vermutlich zwischen 1723 und 1725 nach dem Vorbild der Prager Karlsbrücke errichtet und ist mit sechs barocken Heiligenstatuen geschmückt. Zugleich dient sie Fußgängern und Radfahrern. Baugeschichte, Statuen und heutige Nutzung gehören damit zu drei konkreten Aspekten dieses Bauwerks.
Die Festung Bělá entstand um 1614 im Renaissancestil; als Bauherr ist Wolf Josef Lamingen von Albenreuth genannt. Sie ist als Kulturdenkmal geschützt und wurde vom tschechischen Kulturministerium zum Kulturdenkmal erklärt. Auch ihre Nutzung änderte sich im Lauf der Geschichte: Nachdem sie nicht mehr als Wohnsitz des Gutsherrn diente, wurde sie als Wohnung für Verwaltungsbedienstete genutzt. Die rekonstruierte Festung beherbergt unter anderem ein Informationszentrum. Prüfen Sie vorab, ob es zu Ihrem Besuch geöffnet ist.
Die Kirche Unserer Lieben Frau von den Sieben Schmerzen geht auf eine Kapelle zurück, die 1696–1697 in Bělá errichtet und später erweitert wurde. Nach einem Brand im Jahr 1826 wurde die Kirche wiederaufgebaut und vergrößert. Ihre Geschichte umfasst damit sowohl die frühe Kapelle als auch einen späteren Wiederaufbau.
Eine andere Art historischer Spur bieten die Kocovy kameny, markante steinerne Kulturdenkmäler in der Nähe von Bělá nad Radbuzou. Die Felsen tragen Inschriften fröhlicher Jagdgesellschaften. Damit stehen sie in einem deutlichen Kontrast zu den Baugeschichten von Brücke, Festung und Kirche: Hier sind es beschriftete Felsen, die den Ort prägen.
Landschaft zu Fuß und mit dem Rad
Der Lehrpfad in Bělá nad Radbuzou führt durch einen Teil der malerischen Landschaft oberhalb des Tals der Radbuza. Er setzt damit einen anderen Schwerpunkt als der Aussichtspunkt: Nicht allein das Panorama, sondern die Landschaft über dem Tal begleitet den Weg. Prüfen Sie vor dem Aufbruch lokal den aktuellen Zustand des Lehrpfads.
Im Gebiet um Bělá verlaufen außerdem Radwege durch bewaldetes Gelände mit nahezu unberührter Natur. Für die Planung einer Radtour ist das ein anderer Zugang zur Umgebung als die benannten Bauwerke im Ort. Da sich Routenverläufe ändern können, prüfen Sie vor der Fahrt die aktuelle Streckenführung.
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