Zum Inhalt

Trhanov verbindet Schlossgeschichte mit mehreren klar verorteten Denkmalen. Das Schloss und die Kirche des heiligen Johannes Nepomuk liefern datierte Bezugspunkte; Park, Teich und weitere Erinnerungsorte ergänzen das Ortsbild. Für Sie lässt sich der kulturelle Schwerpunkt aus verschiedenen Blickwinkeln erschließen: über Bauphasen, die Ausweisung geschützter Orte und die Erinnerung an regionale Konflikte.

Schlossgeschichte und Dorfdenkmalzone

Das Schloss Trhanov wurde 1676–1677 von Volf Maxmilián z Lamingenu als ursprünglich barocker Sommersitz errichtet. Der Schlosskomplex gehört zu den Kulturdenkmälern der Tschechischen Republik. Bauzeit und ursprüngliche Funktion geben der Schlossgeschichte eine konkrete zeitliche und inhaltliche Kontur: Als Sommersitz ist der Bauzweck des Schlosses benannt, während die Denkmaleigenschaft seine kulturelle Einordnung festhält. Daneben steht die Dorfdenkmalzone als eigener Bezugspunkt für Trhanovs bauliches Erbe. Sie wurde am 22. September 1995 durch den Erlass Nr. 249 des Kulturministeriums ausgewiesen. Schlosskomplex und Dorfdenkmalzone bieten damit unterschiedliche Blickwinkel auf die Kulturgeschichte des Ortes.

Kirche und weitere Erinnerungsorte

Die Kirche des heiligen Johannes Nepomuk wurde 1810 an der Stelle einer bereits 1706 gegründeten Kapelle errichtet. Ihr Turm stammt aus dem Jahr 1818. Die drei Daten bezeichnen verschiedene Bauphasen: 1706 steht für die Gründung der Kapelle, 1810 für die Errichtung der Kirche und 1818 für den Turm. Diese Unterscheidung hilft, Vorgängerbau, Kirchenbau und Turm in der Ortsgeschichte auseinanderzuhalten. Der Heiligenname findet sich auch bei einer Statue des heiligen Johannes Nepomuk, die westlich des Schlosses am Teich steht.

Nördlich des Schlosses erstreckt sich ein Schlosspark. Die Statue am Teich liegt westlich davon; eine Nischenkapelle befindet sich an einer Wegkreuzung. Ein Bildstock steht oberhalb des Dorfes an der Straße nach Domažlice. Die Richtungs- und Lageangaben ordnen die einzelnen Denkmale nach ihren jeweiligen Bezugspunkten. So lässt sich das Ortsbild nicht nur über Baujahre und Schutzstatus, sondern auch anhand von Park, Teich, Kreuzung und Straße betrachten.

Die Lomikarova-Lindenallee erinnert an die Kämpfe der Choden mit dem örtlichen Adel. Anders als die datierten Bauwerke verweist sie auf eine erinnerte Auseinandersetzung. Damit ergänzt die Allee die Baugeschichte um einen Bezug zu Konflikten zwischen den Choden und dem örtlichen Adel.

Anreise und Routenwahl

Der Bahnhof Trhanov liegt an der Strecke 184 zwischen Domažlice und Planá u Mariánských Lázní. Prüfen Sie vor der konkreten Fahrt den Fahrplan, denn Fahrpläne und Betriebsangaben können sich ändern.

Eine weitere Planungsangabe betrifft die Route zum Čerchov: Sie gilt als mittelschwer, der Aufstieg zum Gipfel als schwierig. Für Ihre Einschätzung ist diese Unterscheidung wichtig, denn die Einstufung der Route insgesamt beschreibt nicht automatisch den Anspruch des Gipfelanstiegs. Beziehen Sie den schwierig beschriebenen Aufstieg daher gesondert in Ihre Entscheidung ein, wenn Sie die Route erwägen.

Weitere Reiseziele entdecken: Luženičky, Kaničky, Milavče, Pařezov, Spáňov, Hlohovčice, Tlumačov, Semněvice

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Domažlice.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.