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Das historische Zentrum von Poleň ist als dörfliche Denkmalzone ausgewiesen. Kirchen und Kunstbezüge treffen hier auf Spuren früherer Nutzungen; ein rot markierter Wanderweg und der regionale Radweg 305 ergänzen die kulturgeschichtlichen Themen um Möglichkeiten, Poleň zu Fuß oder mit dem Rad zu erkunden.

Kirchen und Kunst in Poleň

Die Kirche Allerheiligen besitzt einen gotischen Kern aus dem 14. Jahrhundert und wurde im 16. und 18. Jahrhundert baulich verändert. An ihr lassen sich damit ein mittelalterlicher Ausgangspunkt und spätere Veränderungen unterscheiden. In der Kirche ist eine Kopie eines Marienbildes mit dem Jesuskind aus der Werkstatt von Lucas Cranach zu sehen. Als weiterer Kunstbezug ist die Poleňská Madonna zu nennen: Ihr Original ist ein Ölgemälde auf Holz aus dem 16. Jahrhundert und befindet sich in der Nationalgalerie Prag.

Die Kirche St. Markéta stammt aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts; erhalten sind heute nur noch ihre Umfassungsmauern. Im Vergleich zu Allerheiligen, wo ein Kirchenbau mit gotischem Kern und späteren Veränderungen beschrieben ist, stehen bei St. Markéta die verbliebenen Mauern im Vordergrund. Die Kapelle St. Salvator ergänzt diese sakralen Ortsmotive: Sie wurde 1789 errichtet und dient als Gruft der Pfarrer von Poleň.

Historische Spuren und Ortsgeschichte

Am heutigen Haus Nr. 13 sind von der ehemaligen Feste nur die Keller erhalten. 1820 entstand an ihrer Stelle ein untertäniges Wirtschaftsgebäude. Die frühere Wassermühle Pasička war eine typische Mühle der Šumava und wird bereits 1379 erwähnt; das Bauwerk ist inzwischen verschwunden. Diese beiden Beispiele unterscheiden sich im erhaltenen Bestand: Bei der Feste blieben Keller, während die Mühle nicht mehr steht.

Eine andere kulturelle Spur ist die Poleňer Linde. Unter ihr saß der Historiker Josef Dobrovský gerne. So umfasst die Ortsgeschichte nicht nur Kirchen und bauliche Reste, sondern auch eine überlieferte Verbindung zu einer bekannten Persönlichkeit.

Wandern und Radfahren

Durch Poleň verläuft ein rot markierter Wanderweg. Da sich Wegmarkierungen ändern können, prüfen Sie den Verlauf vor einer Wanderung. Der regionale Radweg 305 führt über Klatovy, Tajanov, Poleň, Lučice, Chocomyšl, Koloveč, Srbice und Hlohovčice nach Staňkov. Während der Wanderweg als Route durch Poleň verläuft, ordnet der Radweg den Ort in eine längere Folge benannter Stationen ein. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuelle Beschilderung.

Termin Anfang November

Die Strašidelná stezka wird regelmäßig jeweils Anfang November veranstaltet. Wenn Sie Ihre Reise mit diesem wiederkehrenden Ereignis verbinden möchten, prüfen Sie die Termine für das gewünschte Jahr, bevor Sie Ihren Aufenthalt planen.

Weitere Reiseziele entdecken: Strašín, Žihobce, Kejnice, Komušín, Horní Staňkov, Lukoviste, Svata Katerina, Janovice Nad Úhlavou.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Klatovy.

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