Zum Inhalt

Der historische Ortskern von Tymákov wurde 1995 zur dörflichen Denkmalzone erklärt. Im Norden des Ortes gruppieren sich um einen dreieckigen Dorfplatz große gemauerte Bauernhöfe mit klassizistischen Toren aus der Zeit um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Für einen Aufenthalt mit Interesse an Baukultur ergibt sich daraus ein klarer Schwerpunkt: Dorfplatz und Höfe stehen für das Ortsbild im größeren Zusammenhang, während einzelne Anwesen und Bauteile jeweils eigene Merkmale aufweisen. Denkmalzone und Geschichte einzelner Gebäude beantworten dabei unterschiedliche Fragen.

Höfe mit unterschiedlichen Bauteilen

Am Gehöft Nr. 71 gehören ein Blockhaus, ein gemauerter Speicher und ein Tor zusammen. Das ehemalige Tymákover Richtergut Nr. 1 umfasst ein Blockhaus und ein Tor. Blockhaus und Tor kommen also bei beiden Anwesen vor; der gemauerte Speicher gehört zusätzlich zum Gehöft Nr. 71. Dieser Vergleich macht deutlich, dass die beiden Hofanlagen zwar gemeinsame Bauteile haben, sich aber in ihrer Zusammensetzung unterscheiden. Die Hofnummern helfen, die Bauteile dem jeweiligen Anwesen zuzuordnen. So lässt sich die Vielfalt der historischen Architektur an konkreten Bestandteilen nachvollziehen, statt die Höfe als ein einziges Ensemble zu betrachten.

Kapelle, Statue und zeitliche Einordnung

Zu den weiteren Bauwerken gehören die Kapelle des heiligen Wenzel, die aus dem Jahr 1881 stammt, und die Statue des heiligen Johannes von Nepomuk auf der Brücke, die auf 1849 datiert ist. Auch restaurierte Hussitenhügel gehören zu den historischen Besonderheiten von Tymákov. Die Jahreszahlen lassen sich verschiedenen Merkmalen zuordnen: 1768 ist das Baujahr des gemauerten Speichers von Nr. 71, die klassizistischen Tore um den Dorfplatz stammen ungefähr aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, 1849 bezieht sich auf die Brückenstatue und 1881 auf die Kapelle. Die zeitliche Einordnung der Tore lässt sich dabei nicht automatisch auf die Bauernhöfe als Ganzes übertragen. 1995 markiert dagegen die Ausweisung des Ortskerns als dörfliche Denkmalzone. Das ist ein anderer Zeitbezug als Baujahre und Entstehungsdaten einzelner Objekte; die Ortsgeschichte besteht daher nicht aus einer einzigen Bauphase.

Crosslauf und Aufenthaltsplanung

Der wiederholt ausgetragene Crosslauf „Běh přes tři vsi“ führt über Sedlec, Lhůta und Tymákov und ist 8,6 Kilometer lang. Für die Ausgaben bis einschließlich 2026 gilt die Strecke über Sedlec, Lhůta und Tymákov mit 8,6 Kilometern; spätere Einzelheiten können sich ändern. Wenn Sie den Lauf als festen Programmpunkt einplanen, prüfen Sie vor der Reise Termin und Strecke für die gewünschte Ausgabe. Mit drei Ortsnamen und der konkreten Länge lässt sich der Sportanlass von den ortsgeschichtlichen Themen unterscheiden: Er steht als Ereignis neben den Höfen und Bauwerken, die den kulturellen Schwerpunkt bilden.

Die beiden Schwerpunkte unterscheiden sich auch bei der Zeitplanung: Denkmalzone und historische Bauwerke bilden den ortsgeschichtlichen Rahmen, der Crosslauf ist an eine konkrete Ausgabe gebunden. Wenn Sie für Tymákov eine Ferienwohnung suchen, klären Sie daher zuerst, ob Ihr Aufenthalt vor allem der Ortsgeschichte oder dem Lauf gilt. Im zweiten Fall sollten die Daten der gewünschten Ausgabe den Plan bestimmen.

Weitere Reiseziele entdecken: Letkov, Nezvěstice, Štěnovický Borek, Šťáhlavy, Starý Plzenec, Kyšice, Radčice, Chrást

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Plzeň-Město.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.