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Ein etwa 15,5 km langer Erlebnisweg, eine archäologische Burgstelle und markante Steinsetzungen geben Horní Bělá mehrere unterschiedliche Entdeckungsthemen. Dazu kommen Kapellen, ein Teich und Veranstaltungen mit eigenen Schwerpunkten. So können Sie bei der Planung abwägen, ob Sie sich eher für Wege, Ortsgeschichte, Landschaft oder besondere Installationen interessieren.

Lehr- und Erlebnisweg oder Wandermarsch

Die Stezka Hornobělskem ist ein Lehr- und Erlebnisweg von etwa 15,5 km Länge. Entlang des Weges gibt es 13 Stationen mit Informationstafeln und interaktiven Elementen. Er ist mit dem Fahrrad oder Tretroller befahrbar. Damit gehören sowohl die Strecke als auch die Stationen zum Profil des Weges.

Eine andere Möglichkeit, die Landschaft rund um Horní Bělá zu erleben, bietet die Hornobělská 30. Der traditionelle Wandermarsch findet regelmäßig am dritten Samstag im Februar statt; zur Auswahl stehen Routen über 10, 20 und 30 km. Anders als beim einzelnen Lehr- und Erlebnisweg stehen hier drei Streckenlängen innerhalb einer Veranstaltung zur Wahl. Wenn Sie eine Teilnahme planen, prüfen Sie vorab den Termin der aktuellen Ausgabe.

Burgstelle und Kapellen

Die Burgstelle Vrtba in Horní Bělá ist als bedeutende archäologische Fundstelle eingestuft. Hrad Vrtba war eine der Adelsburgen, die um die Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert entstanden. Von der Anlage sind Geländereste der Umfassungsbefestigung sowie eine Teichanlage mit einer Mühle erhalten. Die Burggeschichte lässt sich so mit konkreten Merkmalen der Landschaft verbinden.

Auch Kapellen gehören zu den benannten Kulturstätten des Ortes. Die Kapelle Sv. Jana Nepomuckého ist als Kulturdenkmal ausgewiesen. Die Kaplička Zvěstování Panny Marie wurde 1736 im Barockstil errichtet und ist eine Grenzkapelle zwischen Horní Bělá und Dolní Bělá. Bei ihr kommen somit ein genaues Baujahr und eine ausdrücklich benannte Lagebeziehung zusammen.

Steinkreis, Spiralen und Kosmogramme

Der Megalitický kamenný kruh Horní Bělá befindet sich auf einem Hügel über Horní Bělá und wird von 21 großen Menhiren eingefasst. Eine weitere steinerne Anlage sind die Hornobělské kamenné spirály: Sie bestehen aus Geopunktur-Reihen, die von Geomanten geschaffen wurden. Beide Namen stehen für unterschiedliche Formen steinerner Installationen.

Am Výhledové místo u sv. Martina umfasst die Installation einen großen zentralen Stein mit drei Kosmogrammen, die Jan Tajboš gemeißelt hat. Die dortige Konstellation ist nach Auffassung der Geomanten der Pflanzenwelt gewidmet. Diese Zuschreibung gehört zur Deutung der Anlage; sie ergänzt die konkrete Beschreibung des Steins und der Kosmogramme um deren benannte Ausrichtung.

Teichlandschaft und Veranstaltungen

Der Černý rybník, auch Porajt genannt, wird von einem Zufluss aus Hatí, von vernässten Wiesen und von Waldmooren gespeist. Zu Erholungszwecken wird der Teich vermutlich seit mehr als 100 Jahren genutzt. Name, Zufluss und umgebende Feuchtgebiete geben ihm einen eigenen Platz neben den baulichen und steinernen Sehenswürdigkeiten Horní Bělás.

Eine weitere Veranstaltung ist der Memoriál Františka Hebedy, eine jährlich stattfindende Wald- und Schweißprüfung für Hunde kleiner Rassen. Die erste Ausgabe fand im Oktober 1984 statt; seither wird die Veranstaltung ohne Unterbrechung durchgeführt. Wenn Sie deswegen eine Reise erwägen, prüfen Sie vorab die aktuelle Ausgabe. Zusammen mit dem Februarmarsch bietet die Veranstaltung einen zweiten, klar termingebundenen Anlass, die Reiseplanung an einem konkreten Ereignis auszurichten.

Weitere Reiseziele entdecken: Tlučná, Pernarec, Tatiná, Dolní Bělá, Mladotice, Líně, Tis U Blatna, Nevřeň.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Plzeň-Sever.

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