Křelovice verbindet eine sanft hügelige Umgebung mit einer konkreten Radroute und einer Ortsgeschichte, die sich über mehrere Ortsteile erschließt. Die 48 Kilometer lange Radrunde Šipín führt von Rozněvice über Křelovice nach Skupeč. Zugleich reicht die schriftliche Geschichte einzelner Ortsteile bis ins Mittelalter zurück. Damit stehen zwei unterschiedliche Reiseinteressen nebeneinander: eine zusammenhängende Radtour und historische Bezüge, die an mehreren Orten verankert sind.
Hanglage und Landschaft
Křelovice liegt an einem sanften Westhang, umgeben von Wiesen und landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die Höhenlage beträgt 500 bis 530 Meter. Die Hangangabe beschreibt die Geländeform, die Höhenangabe dagegen die Lage in einem konkreten Bereich. Gemeinsam geben sie der Ortslage einen ländlichen Rahmen und ergänzen die historischen Themen um den landschaftlichen Blick.
Die Radrunde Šipín
Die Radrunde Šipín ist 48 Kilometer lang. Ihr Verlauf führt von Rozněvice über Křelovice nach Skupeč; die drei Orte bilden damit eine klare Folge auf der Route. Für Ihre Reiseplanung ist das ein eigener Schwerpunkt neben der Geschichte der Ortsteile: Die Runde lässt sich als zusammenhängende Strecke betrachten, während sich die historischen Bezüge über verschiedene Orte und Jahrhunderte verteilen. So können Sie entscheiden, ob Radfahren den Mittelpunkt Ihrer Zeit vor Ort bildet oder ob Sie die Ortsgeschichte stärker gewichten.
Geschichte in Křelovice und seinen Ortsteilen
Křelovice wurde 1483 erstmals schriftlich erwähnt und gehörte damals als Zubehör zum Städtchen Manětín. Die Geschichten der Ortsteile ergänzen diesen Bezugspunkt um eigene Erwähnungen und Herrschaftsbeziehungen.
Pakoslav, ein Ortsteil von Křelovice, wurde 1379 erstmals als Sitz des Vladiken Jindřich erwähnt. Für die Festung in Pakoslav ist 1397 Frycek z Prostiboře als Besitzer genannt. Nach dem Tod Jan Hvozdířs um 1457 wird die Festung nicht mehr erwähnt. So stehen in der Geschichte des Ortsteils die frühe Erwähnung, ein belegter Festungsbesitzer und die spätere Überlieferung der Festung nebeneinander.
Mydlovary, ebenfalls ein Ortsteil von Křelovice, wird 1115 in der Gründungsurkunde des Benediktinerklosters in Kladruby erwähnt. Ab 1379 war der Ort mit dem Geschlecht der Markwarte von Hrádek verbunden. Die Klosterurkunde und die spätere Familienbeziehung sind zwei unterschiedliche historische Bezugspunkte für Mydlovary.
Rozněvice, ein weiterer Ortsteil von Křelovice, wird erstmals 1273 in einer Urkunde von Papst Gregor X. erwähnt. Das Prämonstratenserkloster Teplá besaß Rozněvice bis 1576; ab 1642 gehörten sie wieder zur Klosterherrschaft Teplá. Auf Fotografien aus den Jahren 2008 und 2009 ist außerdem eine Kapelle in Rozněvice zu sehen. Der Teich Rozněvice wurde rekonstruiert.
Weitere Orientierung vor Ort
Neben dem rekonstruierten Denkmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs steht eine Informationstafel. Zusammen mit den örtlichen Geschichtsbezügen bietet das einen weiteren Anhaltspunkt für die Beschäftigung mit Křelovice.
Für Ihre Reiseentscheidung lassen sich die Themen klar unterscheiden: Die Šipín-Runde bildet eine zusammenhängende Radstrecke, während die Geschichte über Křelovice und seine Ortsteile hinweg erzählt wird. Landschaft und Höhenlage ergänzen beides um den geografischen Rahmen des Ortes.
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