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Manetin zeigt ein prägnantes Zusammenspiel aus barocker Bau- und Bildkunst sowie einer Landschaft aus Becken, Höhenzügen und Wald. Die städtische Denkmalschutz-Zone wurde 1992 ausgewiesen und umfasst 25 Denkmäler. Auch für die Orientierung lohnt der Blick auf die Umgebung: Aus der Manětínská kotlina erheben sich Chlumská hora, Doubravický vrch, auch Kozelka genannt, und Zbraslavský vrch. Südlich von Manetin liegt der Waldkomplex Lomské vrchoviny.

Barocke Spuren im Ort

Ein Ensemble von mehr als 30 barocken Statuen und Skulpturengruppen ist in Manetin erhalten. Am Hauptplatz prägt die Skulpturengruppe der Heiligen Dreifaltigkeit den Ort. Sie stammt aus dem Jahr 1719; heute steht dort eine Sandsteinkopie, die der akademische Bildhauer Jiří Novák zwischen 1998 und 2000 schuf. Die Vysoká cesta verband Manetin historisch mit der Siedlung bei der Kirche St. Barbara. Zwischen 1728 und 1734 wurde sie mit 14 überlebensgroßen Heiligenstatuen aus der Werkstatt des Bildhauers Josef Herscher ausgestattet. Zusammen zeigen die Skulpturen, wie religiöse Bildwerke und Wege zur Geschichte des Ortes gehören.

Auch an der Kirche St. Johannes des Täufers lassen sich verschiedene Bauzeiten unterscheiden. Ihre Existenz ist seit 1182 belegt; ihre heutige Gestalt entstand durch einen Umbau von 1711 bis 1717. Von der ursprünglichen gotischen Kirche sind Mauerreste des Chorraums mit dem Turm erhalten, während die Innenausstattung überwiegend barock ist. So treffen an einem Bauwerk gotische Spuren und eine spätere barocke Gestaltung aufeinander.

Zum Schlossareal gehören ein französischer Garten und ein englischer Park. Der englische Landschaftspark wurde Anfang des 19. Jahrhunderts südlich des Manětínského potoka angelegt. Zu seinen Merkmalen zählen ein Teich mit eigenem Zulauf, eine Einsiedelei und ein Pavillon auf einem künstlichen Hügel. Die unterschiedlichen Gartenformen setzen zwei eigene Akzente innerhalb des Areals: die französische Gestaltung und die Landschaftspark-Elemente mit Wasser, Bauwerk und erhöhtem Standort.

Auch die Orangerie verbindet erhaltene Bauteile mit einer geplanten Wiederherstellung. Teile der ursprünglichen Holzkonstruktion und der verglasten Wand sind bewahrt, ebenso eine gemauerte Voliere und Reste barocker Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert. Auf Grundlage von Untersuchungen wurde beschlossen, die Orangerie in eine Form zurückzuführen, die sich dem barocken Zustand annähert. Die Wiederherstellung ist damit als Beschluss zu verstehen, nicht als abgeschlossene Arbeit.

Radstrecken und kürzere Wege

Für die Routenwahl lassen sich zwei Radstrecken anhand ihrer Länge und ihres Verlaufs unterscheiden. Die 37 Kilometer lange Radroute „Baroko II“ führt durch Manetin. Die 58 Kilometer lange Route „Hřebenem Chlumské hory na Třebouňský vrch“ beginnt und endet hier. Der Vergleich gibt Ihnen einen konkreten Anhaltspunkt für den Umfang der jeweiligen Strecke, ohne eine Fahrzeit oder einen Schwierigkeitsgrad vorwegzunehmen. Die Streckenangaben können sich ändern; prüfen Sie vor der Tour den aktuellen Verlauf.

Eine kürzere Größenordnung bietet die Mlýnská stezka: Sie verbindet Manetin und Nečtiny und ist knapp drei Kilometer lang. Neun Stationen mit Informationstafeln und handgeschnitzte Holzskulpturen gehören zu ihrem Verlauf. Im Vergleich zu den beiden längeren Radstrecken lässt sich die Länge direkt einordnen; zugleich liegt der Schwerpunkt hier auf den Stationen und Skulpturen entlang der Verbindung. So können Sie die kulturellen und landschaftlichen Themen Manetins mit unterschiedlichen Streckenlängen verbinden, ohne die Routen miteinander gleichzusetzen.

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