Die Pňovanský Bridge über der Hracholusky-Talsperre und die St.-Anna-Kapelle mit ihrer Geschichte bis in die Gotik zeigen, wie unterschiedlich sich Pnovany entdecken lässt. Kulturgeschichte und Aktivitäten im Gebiet der Talsperre setzen verschiedene Schwerpunkte. Für die Reiseplanung ist daher zuerst interessant, ob Sie historische Bauwerke oder Wandern und Radfahren stärker gewichten möchten. Die Details reichen von einer gotischen Kapelle bis zu einer Eisenbahnbrücke, deren Höhe sich im Zusammenhang mit der Überflutung des Tals veränderte.
Kapelle, Schloss und jüdischer Friedhof
Die Kapelle St. Anna Samotřetí besteht bereits seit der Gotik. Nach 14 Jahren Restaurierungsarbeiten wurde die St.-Anna-Kapelle am 19. Oktober 2019 erneut geöffnet und feierlich geweiht. Sie ist eine Filialkirche der Pfarrei Nýřany. Die gotischen Anfänge und die Wiedereröffnung 2019 markieren weit auseinanderliegende Abschnitte ihrer Geschichte und geben der Kapelle einen besonderen Platz unter den kulturellen Themen des Ortes.
Zu den Sehenswürdigkeiten von Pnovany gehört außerdem ein barockes Schloss aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Es wurde 1958 beziehungsweise 1964 zum Kulturdenkmal erklärt. Auch der jüdische Friedhof ist als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik geschützt. Er liegt in einem Wald südlich von Pnovany, jenseits des Hracholuský-Bachs. Damit umfasst der Kulturteil sowohl Bauwerke als auch einen geschützten Friedhof in seiner Landschaft.
Die St.-Anna-Wallfahrt zählt zu den traditionellen Veranstaltungen in Pnovany. Wenn Sie dafür anreisen möchten, prüfen Sie den konkreten Termin vorab.
Eisenbahn und Talsperre
Die Pňovanský Bridge ist eine Eisenbahnbrücke über die Hracholusky-Talsperre an der Strecke von Pnovany nach Bezdružice. Ihr Bau begann 1899 und war 1901 vollständig abgeschlossen. Als das Tal 1963 durch die Talsperre überflutet wurde, verringerte sich die Höhe der Brücke auf 37 Meter. Die zeitliche Abfolge verbindet Eisenbahn- und Talsperrengeschichte: Das Bauwerk war bereits fertiggestellt, bevor die Überflutung seine Höhe veränderte. Für Reisende, die sich für Technik- und Verkehrsgeschichte interessieren, ist das ein konkreter zusätzlicher Blickwinkel auf die Gegend.
Wandern, Radfahren und Ausflüge
Das Gebiet an der Hracholusky-Talsperre wird häufig zum Wandern und Radfahren genutzt. Der Waldlehrpfad ist 7,4 Kilometer lang und bietet damit eine konkrete Streckenangabe für die Tagesplanung. An der Talsperre werden auch Ausflugsfahrten mit dem Schiff angeboten; prüfen Sie vor dem Besuch den Fahrplan. Wer mehrere Aktivitäten verbinden möchte, kann die Zeit für eine Strecke zu Fuß oder mit dem Rad und eine mögliche Schifffahrt gegeneinander abwägen.
Die Talsperre ist über den Bahnhof Pňovany erreichbar; von dort geht es zu Fuß oder mit dem Fahrrad weiter. Prüfen Sie die Verkehrsverbindungen vor der Anreise, damit der Weiterweg vom Bahnhof in Ihre Planung passt. Im weiteren Umfeld liegt die Ruine der Burg Buben, die frei zugänglich ist. Sie ergänzt die Möglichkeiten um einen weiteren historischen Ausflugspunkt und bietet einen anderen Schwerpunkt als die Aktivitäten an der Talsperre.
Ein Hotel passend zum Reiseplan suchen
Für die Suche nach einem Hotel in Pnovany lohnt es sich, zunächst den Tagesfokus festzulegen: Soll der Aufenthalt vor allem der Kulturgeschichte gelten, oder möchten Sie mehr Zeit für Aktivitäten im Gebiet der Talsperre einplanen? Bei einer Kombination hilft es, die Anreise über den Bahnhof Pňovany, den anschließenden Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad und gegebenenfalls die Schifffahrt zusammen zu planen.
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