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Mit der Kapelle der heiligen Anna, einem historischen Lehrpfad mit zehn Stationen und der Geschichte von Ziegelei und Fabrik eröffnet Vochov mehrere Blickwinkel auf seine Vergangenheit. Ergänzt wird das Bild durch die Vochov-Venus und einzelne Wege- und Veranstaltungsthemen. Für Ihre Reiseplanung finden Sie hier sowohl konkrete Ortsgeschichte als auch praktische Angaben zu Strecken und einem Fest.

Bau- und Industriegeschichte

Die Kapelle der heiligen Anna in Vochov stammt aus dem Jahr 1820. Sie bietet einen klaren zeitlichen Bezugspunkt; beim historischen Lehrpfad steht dagegen eine Folge von zehn Stationen im Mittelpunkt. So können Sie zwischen einem einzelnen Bauwerk und einem stationenbasierten Zugang zur Geschichte des Ortes wählen.

Die Ziegelei in Vochov wurde 1830 von Fürst Lobkowicz gegründet und war für hochwertige Ziegel bekannt. Verwendet wurden sie für Gebäude, Schornsteine und langlebige Pflasterungen. Die Semler-Fabrik steht für eine andere Produktionsgeschichte: Sie begann mit der Herstellung von Nägeln und entwickelte sich anschließend zu einer Drahtfabrik. Unter der Marke SEM stellte die Fabrik hauptsächlich Grammophonnadeln her. Bei der Ziegelei stehen damit das Material und seine Verwendung im Vordergrund, bei Semler der Wandel der Produktion.

Eine weitere historische Spur ist die Maskovaná milenka, eine Attrappe der Škoda-Werke in Pilsen. Sie erstreckte sich über etwa 100 Hektar zwischen Vochov und Vejprnice und sollte bei Luftangriffen alliierte Streitkräfte täuschen. Nach dem Krieg wurde sie abgebaut. Diese Geschichte weitet den Blick von den örtlichen Betrieben auf ein größeres Gebiet zwischen zwei Orten.

Wege und Veranstaltungen

Der Radweg Nr. 37 führt nach dem Durchqueren von Křimice weiter nach Vochov. Wenn Sie ihn für eine Fahrt einplanen, prüfen Sie vorher die aktuellen Streckenbedingungen. Auch eine frühere Veranstaltung liefert konkrete Wegangaben: Bei der ersten Ausgabe des Svatovojtěšský trojúhelník im Jahr 2024 führte eine Wander- und Radtour vom Bahnhof in Křimice über Hornička nach Vochov. Die Strecken waren 6, 10 oder 15 Kilometer lang. Einige Teilnehmende setzten den Weg bis zum Kreuz des heiligen Adalbert an der Grenze der Katastralgebiete von Vochov und Kozolupy fort. Prüfen Sie vor einer Planung, ob eine weitere Ausgabe stattfindet.

In der näheren Umgebung von Vochov fließt die Mže und ergänzt die Ortsgeschichte um einen landschaftlichen Bezug. Das Kreuz des heiligen Adalbert hat auch eine eigene Ortsgeschichte: Im April 2022 versetzte der Okrašlovací spolek Vochov seinen Sockel an den ursprünglichen Standort zurück und verwendete ihn für eine neue Installation.

Archäologie und Erntefest

Die Vochov-Venus gibt dem Ort einen archäologischen Bezug. Sie gilt als erste anthropomorphe Figurine aus der Jungsteinzeit, die in Böhmen gefunden wurde, und bislang als einzige vollständig erhaltene Figurine dieser Art aus dem tschechischen Gebiet außerhalb Mährens. Das Original ist in der vorgeschichtlichen Ausstellung des Westböhmischen Museums in Pilsen zu sehen. Da sich Ausstellungsarrangements ändern können, prüfen Sie vor einem Museumsbesuch die aktuelle Präsentation.

Zu den wiederkehrenden Anlässen zählt Vochovské dožínky, ein jährlich stattfindendes Erntefest in Vochov. Im Jahr 2025 fand es am Samstag, dem 13. September, ab 15 Uhr auf dem Gelände beim Gemeindeamt statt. Prüfen Sie vor einer Planung Datum und Programm der jeweiligen Ausgabe, damit Sie die Angaben für 2025 nicht als Termin einer künftigen Ausgabe übernehmen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Plzeň-Sever.

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