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Mirošov U Rokycan erschließt sich über Kirchen- und Baugeschichte ebenso wie über Landschaft und Spuren früherer Nutzung. Zu den historischen Themen zählen die Kapelle St. Josef, das Pfarrhaus und ein geschütztes archäologisches Erdwerk. Das Mirošover Becken und der Naturpark Kamínky setzen dazu einen landschaftlichen Akzent.

Kirche, Pfarrhaus und Ortsbild

Adam František Vratislav z Mitrovic ließ 1693 in Mirošov die Kapelle St. Josef errichten. Sie bildet heute den mittleren Teil der Kirche St. Josef. Das Pfarrhaus liegt in der Nejedlého-Straße, fast gegenüber der Kirche. Sein heutiger klassizistischer Bau ist zweigeschossig und stammt aus dem Jahr 1888. Zuvor stand dort ein barockes Haus, das 1887 bei einem Brand zerstört wurde. Kapelle und Pfarrhaus erzählen damit von unterschiedlichen Bauphasen: Der ältere Kapellenbau ist in die heutige Kirche einbezogen, während das Pfarrhaus nach dem Brand neu errichtet wurde.

Auch die Bebauung am Náměstí míru zeigt verschiedene Stile. Sie besteht überwiegend aus spätklassizistischen, daneben auch aus sezessionistischen und barocken Erd- und Stockwerksbauten. Die Mischung ergänzt die Geschichte der Sakralbauten um ein breiteres Bild der örtlichen Architektur. Wer sich für Bauformen interessiert, kann die schlichte Gegenüberstellung der Stile als eigenen Schwerpunkt neben den konkreten Jahreszahlen betrachten.

Im Hof des Pfarrhauses veranstaltet der Ausstellungspavillon Ausstellungen, besonders während der Mirošover Wallfahrten und Kirchweihen. Wenn Sie einen Besuch mit einer Ausstellung verbinden möchten, prüfen Sie die Termine vor Ort. So lässt sich die Planung an den jeweiligen Anlass anpassen, statt von einem festen Ausstellungsprogramm auszugehen.

Archäologische Spuren und Bergbaugeschichte

Die befestigte Anlage Dvorec liegt am Ufer des Skořický potok in der Flur Na Hrádku und gehört mit ihrer Kapelle zu den aktuell geschützten archäologischen Elementen. Ein hoher Wall trägt eine flache, ungefähr trapezförmige Oberfläche. Um ihn verläuft ein hufeisenförmiger Graben mit Wall, der zur Bachseite offen ist. Auf dem Gipfel der Anlage steht eine kleine neugotische Kapelle der Jungfrau von Lourdes unter einer denkmalgeschützten Linde. Wall, Graben und Kapelle geben dem Ort verschiedene historische und bauliche Merkmale; die genaue Form des Erdwerks unterscheidet sich deutlich von der Architektur am Náměstí míru.

Lom Nad Planinou ist ein System von Steinbrüchen, die bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts aufgegeben waren. Das Steinbruchsystem liegt direkt am blauen Wanderweg von Janov nach Hrádek. Hier treffen eine historische Nutzung des Geländes und eine konkret benannte Wanderroute aufeinander.

Landschaft und historische Bezüge

Das Mirošover Becken liegt inmitten bewaldeter Brdy-Höhen, die es von allen Seiten umgeben. Etwa zwei Kilometer westlich von Mirošov befindet sich der 834 Hektar große Naturpark Kamínky. Eine asphaltierte Forststraße dort ist Teil eines Radwegs, der unter anderem zur Burg Lopata, nach Kornatice und zum Schloss Kozel bei Šťáhlavice führt. Damit stehen sowohl die bewaldete Beckenlandschaft als auch ein konkreter Radweg mit mehreren genannten Zielen als unterschiedliche Perspektiven auf die Umgebung zur Verfügung.

Im näheren Umfeld von Mirošov stand die Kirche St. Jakobus der Ältere in Chylice bereits 1295. 1753 wurde sie zusammen mit ihrem Turm erneut instand gesetzt. Die Jakobuswallfahrten an der Kirche waren bis in die 1980er Jahre sehr bekannt; anschließend wurde ihre Tradition in der Umgebung der Kirche unterbrochen.

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