Ein 13,5 Kilometer langer Rundweg beginnt und endet am Kryštof-Harant-Platz; die Bezdružická lokálka fährt seit 1901 über Konstantinovy Lázně nach Bezdružice. Damit stehen für einen Aufenthalt in Bezdružice zwei unterschiedliche Erlebnisse im Raum: eine Wanderung mit Mühlengeschichte und eine Bahnlinie mit eigener Geschichte. Dazu kommen ein barockes Schloss mit Glaskunst sowie jüdische Kulturdenkmäler. Wer ein Hotel in Bezdružice sucht, kann die geplanten Tage nach diesen Schwerpunkten ordnen.
Wandern und Radfahren in Bezdružice
Der Lehrpfad „Údolím Úterského a Nezdického potoka“ ist ein 13,5 Kilometer langer Rundweg auf markierten Wanderwegen. Start- und Endpunkt ist der Kryštof-Harant-Platz in Bezdružice. Inhaltlich führt die Route zum Thema Mühlenwesen: Im Mittelpunkt steht dessen Geschichte in der Umgebung von Bezdružice an den Bächen Úterský potok und Nezdický potok. So kommen ein klarer Ausgangs- und Rückkehrpunkt und ein konkretes kulturhistorisches Thema zusammen. Die angegebene Länge ist ein greifbarer Maßstab, wenn Sie entscheiden, wie viel Raum die Wanderung im Aufenthalt einnehmen soll.
Auch für Radfahrende gibt es einen eigenen Bezug zum Ort: Die Radroute „Po kopcích, potocích a vsích Bezdružicka“ beginnt und endet in Bezdružice. Damit können Sie bei der Planung zwischen einer ausgewiesenen Wanderroute mit bekanntem Rundweg und einer Radtour mit Start und Ziel im Ort unterscheiden.
Eisenbahn: Strecke, Museum und Dampfzüge
Die Bezdružická lokálka fährt seit 1901 von Pňovany über Konstantinovy Lázně nach Bezdružice. Das Eisenbahnmuseum Bezdružice befindet sich in einem historischen Bahnlager neben dem Bahnhofsgebäude. Es widmet sich der Geschichte des Eisenbahnverkehrs im Plzeňský kraj, insbesondere der Strecke Pňovany–Bezdružice. Damit gehören die Liniengeschichte und ihre regionale Bedeutung ebenso zum Eisenbahnthema wie das Museum am Bahnhof.
Das Museum ist in der Regel nur während besonderer Veranstaltungen an der Strecke oder nach vorheriger Vereinbarung geöffnet. Auf der Bezdružická lokálka werden außerdem für Besucher nostalgische Dampfzüge eingesetzt. Wenn Sie eine Bahnfahrt oder einen Museumsbesuch bei einer Veranstaltung einplanen, lohnt sich ein Blick auf Fahrplan und Veranstaltungstermine.
Schloss Bezdružice und Glaskunst
Das barocke Schloss Bezdružice steht auf einer Anhöhe oberhalb des Stadtplatzes. In seinen gotischen Räumen ist eine Dauerausstellung moderner tschechischer Glaskunst von Schülern des Professors S. Libenský zu sehen. Im Schloss zeigt das Muzeum české sklářské tvorby Arbeiten tschechischer Glaskünstler, darunter S. Libenský, J. Brychtová, V. Cigler, B. Eliáš, J. Harcuba, M. Karel, V. Kopecký und R. Roubíček. So steht neben der barocken Architektur auch tschechische Glaskunst im Mittelpunkt.
Kulturdenkmäler und Stadtgeschichte
Die Synagoge in Bezdružice ist als unbewegliches Kulturdenkmal eingestuft. Der jüdische Friedhof, auch Řešín genannt, umfasst 183 Grabsteine. Sie stammen überwiegend aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Die heutige Kirche in Bezdružice wurde 1710–1711 errichtet. Ihre Bauzeit liegt damit vor den Zeiträumen, aus denen die meisten Grabsteine stammen; Synagoge, Friedhof und Kirche bilden unterschiedliche Bezugspunkte für die Kulturgeschichte des Ortes.
Am Zaječí rybník
Rund zwei Kilometer von Bezdružice in Richtung Řešín liegt der Zaječí rybník. Dort gibt es Möglichkeiten zum Angeln und zur Erholung sowie in den Sommermonaten zum Baden. Wenn Sie gerade das Baden einbeziehen möchten, sind die Sommermonate der passende Zeitraum für diesen Teil des Aufenthalts.
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