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Staré Sedliště verbindet barocke Baugeschichte mit einer von zahlreichen Teichen geprägten Landschaft. Die Ortsgeschichte umfasst auch den tiefgreifenden Verlust historischer Gebäude während der sozialistischen Zeit. Erhaltene Bauwerke, historische Produktionsspuren und Feuchtgebiete setzen jeweils eigene Akzente.

Barocke Baugeschichte und historische Brüche

Das spätbarocke Schloss Staré Sedliště wurde 1792 vom Glasmacher František Koler erbaut. Auf dem Schlossareal verweist die mittelalterliche Festung auf eine ältere Zeitschicht; sie wurde während des Dreißigjährigen Krieges niedergebrannt. Das Areal ist ein archäologisches Fundgebiet, in dem Funde nachgewiesen oder begründet vermutet sind. Schloss und Festung stehen damit für unterschiedliche historische Phasen am selben Ort.

Die Kirche St. Prokop und St. Ulrich besitzt einen gotischen Kern und wurde im Barock grundlegend umgebaut. Ihre barocke Sakralarchitektur gilt als wertvoll und von guter Qualität; wesentliche spätere Veränderungen blieben aus. Eine historische Umfassungsmauer umgibt das Kirchen- und Friedhofsareal. Sie wurde schrittweise in verschiedenen Zeitabschnitten errichtet. Erhalten sind außerdem Reste einer gewölbten barocken Brücke. Auch eine wertvolle Statue des heiligen Johannes von Nepomuk aus dem frühen 18. Jahrhundert ist in Staré Sedliště zu sehen.

Das restaurierte Pfarrhaus ist ein Barockbau aus dem 18. Jahrhundert und ein Kulturdenkmal. Es kann für Familienfeiern und kleinere gesellschaftliche Veranstaltungen genutzt werden. Zugleich ist das Ortsbild von Verlusten geprägt: Während der sozialistischen Zeit verlor Staré Sedliště den Großteil seiner historischen Gebäude; umfangreiche Abrisse beschädigten das historische Ortsbild nachhaltig.

Historische Herstellung und Handel

Auch die lokale Produktionsgeschichte reicht über Bauwerke hinaus. Wacholdersirup wurde historisch in Staré Sedliště hergestellt und in ganz Böhmen sowie in Sachsen und Bayern verkauft. Die Anfänge der herrschaftlichen Brauerei lassen sich auf etwa 1548 datieren. Damit umfasst die Ortsgeschichte neben Architektur auch Herstellung und Handel.

Teiche, Feuchtgebiete und Vogelwelt

Das Naturreservat Tisovské rybníky schützt ein System aus Teichen und angrenzenden Feuchtökosystemen. Es zählt zu den bedeutendsten ornithologischen Gebieten im Plzeňský kraj und bietet dem Kranich einen Brutlebensraum. Das Naturreservat Mělký rybník liegt etwa 1 Kilometer östlich des Bahnhofs von Staré Sedliště und umfasst 27,9 Hektar. Zu seinen Merkmalen zählen Schilfbestände und ein bedeutender Brutplatz für Vögel. Der Naturpark Český les ist für Staré Sedliště ebenfalls als Schutzgebiet aufgeführt.

Wandern oder Radfahren

Die markierte Wanderroute ist 21 Kilometer lang, wird als mittelschwer beschrieben und ist kein Rundweg. Sie beginnt am Bahnhaltepunkt Staré Sedliště und folgt dem grünen Wanderzeichen in Richtung Nové Sedliště. Prüfen Sie vor dem Start die örtliche Beschilderung.

Der Radweg 2167 verbindet Staré Sedliště und Planá auf 21 Kilometern. Prüfen Sie dafür ebenfalls die Beschilderung und die Oberflächenverhältnisse. Beide Strecken sind gleich lang, unterscheiden sich aber im Format: Die Wanderroute ist mittelschwer und nicht als Rundweg angelegt; der Radweg verbindet zwei Orte. Bei der Wahl zwischen ihnen zählen daher nicht nur die Kilometer, sondern auch die gewünschte Art der Tour.

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