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In Chocenice treffen markierte Wanderwege auf Bauwerke mit unterschiedlichen Kapiteln der Ortsgeschichte. Für die Planung bieten sich zwei Fragen an: Welche Wege führen durch den Ort und zu den umliegenden Wegzielen, und welche historischen Details prägen den Ort?

Wanderwege ab Chocenice

Der gelb markierte Wanderweg des Klubs tschechischer Touristen führt von Bzí über Chocenice in Richtung Kozí roh. Vom Dorfplatz aus verläuft er weiter zur Chocenická velká skála und schließt dort an den grün markierten Weg von Srby nach Blovice an. So lässt sich der Verlauf sowohl über seinen Weg durch Chocenice als auch über den Anschluss an eine weitere Markierung einordnen.

Eine weitere Orientierung bietet der sieben Tafeln umfassende Lehrpfad. Er beginnt im Ortszentrum und endet nach weniger als fünf Kilometern an der Velká skála u Bzí. Der Höhenunterschied beträgt ungefähr 150 Meter; zum Lehrpfad gehören zwei Rastplätze, darunter einer am Teich Vejsovák. Für die Planung nennt der Lehrpfad damit neben seinem Ziel auch eine ungefähre Weglänge, den Höhenunterschied und Rastmöglichkeiten. Prüfen Sie vor dem Aufbruch den Zustand des Pfads und der Rastplätze vor Ort.

Beim gelb markierten Wanderweg stehen Verlauf und Anschluss an den grünen Weg im Mittelpunkt. Der Lehrpfad bringt zusätzlich Tafeln, eine Strecke unter fünf Kilometern und Angaben zu Rastplätzen ins Spiel. Diese unterschiedlichen Orientierungspunkte helfen, den eigenen Ausflug nach dem gewünschten Wegverlauf und den verfügbaren Angaben auszuwählen.

Schloss und historische Bauformen

Das Schloss Chocenice war ursprünglich eine spätrenaissancezeitliche Festung. Wahrscheinlich wurde sie im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts zu einem Barockschlösschen umgebaut; später kamen wertvolle Veränderungen im neoklassizistischen Stil hinzu. Im Jahr 1927 wurde das Schloss zum Skupa-Erholungsheim für Kinder aus Plzeň umgebaut – eine weitere historische Etappe in der Nutzungsgeschichte des Gebäudes.

Das Alte Schloss ist ein wuchtiges, zweigeschossiges Gebäude mit Mansarddach und einem Fachwerkgeschoss. Zu seinen erhaltenen historischen Merkmalen zählt außerdem eine Schwarze Küche. Diese Bauformen geben einen konkreten Eindruck davon, welche architektonischen Details in Chocenice zum Ortsbild gehören.

Auch die Kapelle Unserer Lieben Frau von Lourdes hat eine genaue Ortslage: Sie steht im Zentrum von Chocenice an der Straße oberhalb des Bachs. In ihrem Inneren befindet sich auf einem Altar im Pseudostil eine Marienstatue des Unbefleckten Herzens Mariä. Der Getreidespeicher Špejchar wurde 1723 auf einem Geländevorsprung oberhalb des Teichs Vejsovský rybník errichtet und ist weiterhin ein prägendes Wahrzeichen des Ortes.

Ortsbild und Geschichte

Chocenice liegt im Bergland Švihovská vrchovina und im Tal des Bachs Chocenický potok. Am nordöstlichen Rand des Chlumek wächst die geschützte Traubeneiche Chocenický drnák. Sie wurde etwa zwischen 1720 und 1730 gepflanzt. Der Getreidespeicher und die Eiche setzen dabei unterschiedliche historische Bezugspunkte: Der Špejchar ist ein markantes Bauwerk, der Baum ein geschütztes Naturdenkmal mit einem ungefähren Pflanzzeitraum.

Zu den ältesten Gebäuden in Chocenice zählt das ehemalige Brauereigebäude mit der Hausnummer 3. Ein weiteres Stück Ortsgeschichte hält das Antonín-Švehla-Denkmal fest. Es erinnert an einen Politiker, der während des Ersten Weltkriegs zu den führenden Vertretern des heimischen Widerstands gehörte und später drei tschechoslowakische Regierungen leitete. Wege, Bauwerke und Erinnerungsorte eröffnen damit verschiedene Perspektiven auf Chocenice, ohne dass dafür ein einziger Schwerpunkt gewählt werden muss.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Plzeň-Jih.

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