Am linken Ufer der Úhlava steht das barocke Schloss Štěnovice; dazu kommen eine historische Brücke, ein jüdischer Friedhof und Naturziele am Ortsrand sowie im näheren Umfeld. So lässt sich ein Aufenthalt nach unterschiedlichen Interessen ausrichten: auf Architektur und Geschichte, auf Orte mit geregeltem Zugang oder auf Wege mit Landschaftsblick. Für Ihre Planung sind die Besuchsbedingungen wichtig, denn sie unterscheiden sich je nach Ziel.
Schloss, Gutshof und Wanderweg
Am Eingangsportal des Schlosses ist die Jahreszahl 1723 angebracht. Im Erdgeschoss befindet sich eine Ausstellung historischer Fotografien des Štěnovicer Gutshofs. Damit kommen am Schloss ein markantes Baudetail und Bilder zur Geschichte des Gutshofs zusammen. Der ehemalige Gutshof ist als Kulturdenkmal geschützt und steht in historischer Verbindung mit dem angrenzenden Schlossareal.
Der private Eigentümer öffnet das Schloss gelegentlich für Führungen. Erkundigen Sie sich vorab, ob eine Führung zu Ihrem Reisetermin möglich ist. Rund um das Schloss führt außerdem ein rot markierter Wanderweg. Wer bei einem Aufenthalt neben Baugeschichte auch eine Wanderroute berücksichtigen möchte, findet damit einen weiteren konkreten Bezug zum Ort.
Kirche und Friedhof: Geschichte mit Besuchshinweisen
Seit 2008 wird das Haus mit der Kirche sv. Prokopa samt dem weitläufigen, erneuerten Garten jedes Jahr gelegentlich für Konzerte, Ausstellungen, Kinderveranstaltungen und geistliche Zusammenkünfte geöffnet – nicht nur zu Gottesdiensten. Die Öffnung bleibt an einzelne Veranstaltungen gebunden. Wenn Sie einen Besuch einplanen möchten, erkundigen Sie sich vorab nach einer Besuchsmöglichkeit.
Mit der Kirche sv. Prokopa ist auch eine Geschichte aus der Mitte des 18. Jahrhunderts verbunden: Damals lebten spanische Mönche des Trinitarierordens drei Jahrzehnte lang in einem neu gegründeten kleinen Kloster. Diese historische Verbindung ist von der Baugeschichte des Schlosses zu unterscheiden: Hier stehen die Kirche und das klösterliche Leben im Mittelpunkt.
Der jüdische Friedhof liegt an einem Südhang oberhalb des Losinský potok. Gegründet wurde er am 1. August 1795; auf dem Gelände befinden sich 164 Grabsteine mit Inschriften auf Hebräisch, Deutsch und Tschechisch. Der Friedhof ist verschlossen und seit 2016 als Kulturdenkmal eingetragen. Ein Besuch ist nach vorheriger Vereinbarung möglich; stimmen Sie den Zugang vorab ab.
Brücke, Denkmal und Naturziele
Die Straßenbrücke über die Úhlava ist eine gerade Trägerbrücke aus Stahlbeton. Die Firma Müller & Kapsa erbaute sie 1905; sie ist als Kulturdenkmal geschützt. In der Plzeňská-Straße nahe der Brücke wurde die Statue des heiligen Johannes von Nepomuk auf ihren Sockel zurückgebracht. Geschaffen wurde sie von den akademischen Bildhauern und AVU-Absolventen, den Eheleuten Šmídovi.
Am Ortsrand befindet sich der kleine Steinbruch Lom Štěnovice, ein Ort, der eng mit der Natur verbunden ist. Dort gibt es einen kleinen Parkplatz; von dort sind es ungefähr 200 Meter bis zum Steinbruch. Im näheren Umfeld führt ein Waldweg zur Komárov-Aussicht, von der sich ein Blick in die umgebende Landschaft bietet.
Die beiden Naturziele setzen unterschiedliche Akzente: Beim Steinbruch sind der Ortsrand und die ungefähre Entfernung vom Parkplatz hilfreiche Orientierungsmerkmale. Die Komárov-Aussicht verbindet den Waldweg mit dem Blick in die Landschaft. So können Sie bei der Planung zwischen einem kleinen, naturverbundenen Ort und einem Aussichtsziel im näheren Umfeld unterscheiden.
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