Ein frühbarockes Schloss, ein runder Gloriet und ein überwiegend durch Wald verlaufender Lehrpfad setzen in Žinkovy unterschiedliche Akzente. Das Schloss zeigt mehrere Bauphasen; der Templ verbindet eine besondere Bauform mit einem klar benannten historischen Zweck. Draußen stehen ein Spaziergang rund um Schloss und Teich Labuť sowie der Lehrpfad Klejnot mit sechs Stationen als unterschiedliche Gehoptionen zur Wahl.
Schlossgeschichte und Baukunst
Das Schloss Žinkovy entstand in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts an der Stelle einer früheren Festung als frühbarockes Schloss. 1897 wurde es von den Wiener Architekten H. Helmer und F. Fellner im Stil der Neorenaissance umgebaut. Damit sind am Schloss zwei klar unterscheidbare Bauphasen verbunden: der frühbarocke Ursprung und die spätere Neorenaissance. Die Kapelle des Heiligsten Herzens Jesu am Schloss wurde im neugotischen Stil umgebaut; zu ihrer Ausstattung gehören ein neuer dreiteiliger Altar und reiche Stuckdekoration. Mit der neugotischen Kapelle tritt neben die Bauphasen des Schlosses ein weiterer architektonischer Akzent.
Der Žinkovský Templ
Auf dem Františkov-Hügel bei Žinkovy steht der Žinkovský Templ. Er ist ein runder Gloriet, der als Nachahmung eines antiken Tempels errichtet wurde; acht Säulen toskanischer Ordnung gehören zu seiner Form. Ursprünglich diente der Bau den Besitzern der Žinkovy-Herrschaft als Picknick- und Jagdaufenthaltsort. Die historischen Akzente unterscheiden sich damit klar: Beim Schloss stehen Entstehung und späterer Umbau im Mittelpunkt, beim Templ die runde Gestalt, das antike Vorbild und die frühere Nutzung.
Teiche und Lehrpfad
In Žinkovy gibt es die beiden großen Teiche Labuť und Žinkovský rybník. Sie haben eine gemeinsame Wasserfläche und werden durch eine Brücke geteilt, die mit der Allee auf der gegenüberliegenden Seite verbunden ist. Ein Spaziergang rund um Schloss Žinkovy und den Teich Labuť ist möglich. Eine andere Gehoption bietet der Lehrpfad Klejnot: Er ist etwa 4,5 km lang, verläuft überwiegend durch den Wald und ist für Fußgänger bestimmt. Zu seinen sechs Stationen gehören Informationstafeln und Geschichten sowie meist geschnitzte Tiere oder Spielelemente. Die beiden Möglichkeiten unterscheiden sich im Charakter: Bei der Runde stehen Schloss- und Teichumfeld im Mittelpunkt, Klejnot verbindet den Waldverlauf mit Stationen.
Sammlung, Museum und Quelle
Die heimatkundliche Sammlung der Žinkovy-Region befindet sich im Erdgeschoss des Gebäudes des Gemeindeamts am Stadtplatz. Größere Gruppen müssen ihren Besuch telefonisch anmelden. Das Informationszentrum Žinkovy verkauft Karten, touristische Stempel und touristische Postkarten; außerdem bietet es Führungen im Museum an. Wenn Sie eine Führung einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Angaben des Informationszentrums, da sich Serviceangebote ändern können.
Auch die restaurierte Šindelářojc-Kapelle setzt einen eigenen kulturellen Akzent: Sie steht bei der Quelle Dobrá voda. Dem Wasser wird örtlich eine heilende Wirkung nachgesagt. Hier treffen die restaurierte Kapelle und die lokale Überlieferung zur Quelle zusammen.
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