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Die hölzerne Kirche St. Cyrill und Method und das Dreiländereck geben einem Aufenthalt in Hrčava zwei klare Schwerpunkte: sakrale Architektur und Wege durch eine Grenzlandschaft, in der Tschechien, Polen und die Slowakei zusammentreffen.

Holzkirche und Ortsgeschichte

Die hölzerne Kirche St. Cyrill und Method wurde 1936 erbaut und von Karel Náhůnek entworfen. Außen verbindet sie eine für die Těšíner Region typische Holzbauweise mit modernen architektonischen Elementen im Inneren. Sie gilt als jüngste traditionell gestaltete Holzkirche Tschechiens und als bedeutendes Beispiel der sakralen Zwischenkriegsarchitektur. Zu den Ausstattungsdetails gehört ein geschnitztes hölzernes Taufbecken des aus Hrčava stammenden Ondřej Zogata. Als unbewegliches Kulturdenkmal ist die Kirche unter der Kennnummer ÚSKP 107055 eingetragen.

Das regionale Mini-Museum in der Grundschule kann in Begleitung von Herrn Vojkovský besichtigt werden; nähere Informationen erhalten Sie im Selbstbedienungsladen. Jährlich am 5. Juli findet in Hrčava die Cyril-und-Methodius-Wallfahrt statt. Die Lurdská jeskyně wurde als Andachtsstätte errichtet und am 5. Juli 1937 anlässlich der Hrčava-Wallfahrt geweiht. Der Überlieferung nach soll das Wasser an der Grotte Augenleiden heilen.

Zwischen Hrčava und Jaworzynka steht an einem Waldweg noch ein altes Zollhaus, das die Grenze vor allem vor Schmugglern schützte. Seine frühere Funktion verortet den Bau in der Grenzgeschichte zwischen den beiden Orten.

Wanderwege und das Dreiländereck

Am Hrčavské Trojmezí treffen die Grenzen Tschechiens, Polens und der Slowakei zusammen. Drei Granitmonolithen kennzeichnen den Punkt; in der Nähe steht eine überdachte hölzerne Raststätte. Von der Ortsmitte führt eine gelb markierte Strecke über 2 km dorthin. Die rote Wanderstrecke von Hrčava auf die Gírová ist 5,5 km lang. Die 11 km lange Route „Kolem Trojmezí“ beginnt in Hrčava, führt über Jaworzynka und Čierne und endet wieder in Hrčava. Die drei Angaben beschreiben damit nicht allein verschiedene Distanzen, sondern auch unterschiedliche Verläufe: einen Weg zum Dreiländereck, eine Strecke auf die Gírová und eine Runde zurück nach Hrčava.

Auf der Radroute „Za den přes tři státy“ liegt Hrčava bei Kilometer 10,9. In Hrčava verläuft die Route an der hölzernen Kirche St. Cyrill und Method, den drei Granitmonolithen und dem polnischen Grenzübergang vorbei.

Anreise und Landschaft

Der tschechische Zugang von Hrčava zum Dreiländereck führt zwischen Holzhäusern durch das Dorf auf eine Hochebene, die von Wiesen und kleinen Feldern geprägt ist. So gehören Dorf und offene Landschaft bereits zum beschriebenen Zugang zum Grenzpunkt.

Hrčava ist mit dem Bus vom Bahnhof Mosty u Jablunkova aus erreichbar; prüfen Sie den Fahrplan vor der Reise. Am Ortseingang steht ein ausgeschilderter Parkplatz mit ausreichender Kapazität. Prüfen Sie die aktuellen Angaben zur Parksituation vor der Anreise nochmals.

Weitere Reiseziele entdecken: Paskov, Písek U Jablunkova, Hukvaldy, Moravka, Hnojník, Lhotka, Pazderna, Krmelín.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Frýdek-Místek.

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