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Bordovice erstreckt sich auf einer Länge von etwa zwei Kilometern am Ufer des Lichnovský potok. Das Tal und seine Höhenzüge geben dem Ort eine klare landschaftliche Prägung; zugleich reichen die Themen für einen Aufenthalt von Wanderwegen bis zur lokalen Bau- und Ortsgeschichte.

Tal, Höhen und geschützte Natur

Hohe Hänge fassen das Tal von Bordovice ein. Im Nordwesten erreicht der Na Peklech 608 Meter, im Südosten der Velký Javorník 918 Meter. Die unterschiedlichen Höhen bilden eine markante Kulisse für die Landschaft rund um den Ort. Teile von Bordovice liegen im Landschaftsschutzgebiet CHKO Beskydy, andere Teile im Naturpark Podbeskydská pahorkatina.

In der näheren Umgebung schützt das Naturdenkmal Velký Kámen auf 3,649 Hektar einen ausgedehnten Aufschluss von Sandsteinschichten und einen natürlich geprägten Waldbestand mit hoher Biodiversität. Ebenfalls in der näheren Umgebung steht auf dem 918 Meter hohen Gipfel des Velký Javorník ein hölzerner Aussichtsturm. Er ist 25,915 Meter hoch und besitzt zwei Aussichtsplattformen. Von dort reicht der Blick über die Frenštátská brázda und das vordere Beskidenmassiv bis zur Lysá hora sowie zum Ondřejník, nach Poodří, Štramberk und zu den Veřovické vrchy. Die Sicht ist wetterabhängig.

Wanderwege mit unterschiedlichen Angaben

Der grün markierte KČT-Wanderweg 4840 verläuft entlang der Südgrenze von Bordovice von Frenštát pod Radhoštěm zum Velký Javorník. Über den Malý Javorník führt er weiter nach Rožnov pod Radhoštěm. Damit beschreibt diese Route einen Verlauf zwischen mehreren benannten Orten, nicht nur einen einzelnen Wegabschnitt in Bordovice.

Eine weitere Wanderverbindung führt vom Velký Javorník zur Bushaltestelle Bordovice: Zunächst geht es auf einer grün markierten Route 1,7 Kilometer bis Nad Horečkami, anschließend auf einer gelb markierten Route weiter bis zur Haltestelle. Die Gesamtstrecke beträgt 4,3 Kilometer. Die Angaben unterscheiden sich damit im Planungsmaßstab: Für den Weg 4840 ist der Routenverlauf genannt, bei dieser Verbindung kommen konkrete Streckenlängen hinzu. An der Haltestelle „Bordovice, rozc.“ gibt es in mindestens einer Fahrtrichtung einen Haltestreifen und einen Fahrgastunterstand.

Ortsgeschichte und Baukultur

Die Entstehung von Bordovice wird traditionell im 13. Jahrhundert vermutet. Allgemein wird angenommen, dass die Gemeinde auf Ländereien der Herrschaft Hukvaldy entstand, nachdem Waldflächen gerodet worden waren. Davon zu unterscheiden ist die erste Erwähnung des Ortes: Sie stammt aus dem Jahr 1584. Bordovice blieb eng mit der Herrschaft Hukvaldy verbunden. Für die Geschichte des örtlichen Handwerks ist außerdem ein Eisenhammer überliefert, den der Adelige Kašpar Boček 1568 kaufte. Er stand am Standort der Schmiede von Herrn Bumbala.

Das einzige eingetragene unbewegliche Kulturdenkmal in Bordovice ist das Roubený dům. Der freistehende, eingeschossige Holzbau in Blockbauweise stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und war der Geburtsort des Partisanen Josef Drozd. Zu seinen baulichen Merkmalen zählen ein Satteldach, senkrecht verbretterte Giebel, eine Lüftungsöffnung und eine Unterbretterung. Die Details geben dem Gebäude ein eigenständiges architektonisches Profil; es ist zugleich mit einer konkreten Person aus der Ortsgeschichte verbunden.

Auch die gemauerte Kapelle hat eine mehrstufige Geschichte: Sie wurde 1877 fertiggestellt, 1894 geweiht und hielt 1925 erstmals Gottesdienste ab. Diese Abfolge unterscheidet Bau, Weihe und Beginn der Gottesdienste als drei eigene Stationen. In einem Rückblick der Gemeinde auf 2025 werden außerdem die Gulášové slavnosti als vierte Ausgabe mit acht Kochteams erwähnt.

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