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Die Kapelle der heiligen Maria Magdalena und die unterirdischen Überreste der gotischen Festung geben Štítina zwei konkrete kulturhistorische Bezugspunkte. Dazu kommen markierte Radrouten, Veranstaltungen und ein Bahnhof an der Strecke 316 zwischen Opava und Ostrava. Der Ort liegt im Vorland des Nízký Jeseník.

Sakralbau, Festung und Erinnerung

Die Kapelle der heiligen Maria Magdalena ist ein Kulturdenkmal. Ihre Sakralarchitektur ist im Renaissancegeist auf achteckigem Grundriss konzipiert. Ein achteckiger Grundriss bedeutet, dass die Grundform acht Seiten hat; der Renaissancebezug benennt die architektonische Einordnung. Am 22. Juli, dem Festtag ihrer Patronin, werden bis heute Messen in der Kapelle gefeiert. Wenn Sie gezielt zu diesem Anlass reisen, prüfen Sie den Termin vorab.

Aus der gotischen Festung wurde später ein vierflügeliger Renaissance-Herrensitz. Der oberirdische Teil wurde 1988 abgerissen; unterirdische Überreste gelten als wertvoller Beleg für einen bedeutenden mittelalterlichen Adelssitz im Opava-Gebiet. Bei der Kapelle steht die sakrale Renaissancekonzeption im Vordergrund, beim Herrensitz der Wandel von der gotischen Festung zur Renaissancearchitektur. So lassen sich zwei unterschiedliche Fragen auseinanderhalten: Wie ist ein Sakralbau angelegt, und wie veränderte sich ein mittelalterlicher Adelssitz?

Auch das Denkmal für den Gefreiten Ivan Kubince ist in der Liste der Kulturdenkmäler verzeichnet. Es erinnert an einen Soldaten der 1. tschechoslowakischen Panzerbrigade, der am 18. April 1945 während der Befreiung Štítinas zu Tode gefoltert wurde. Damit treffen in der Ortsgeschichte religiöse Architektur, mittelalterliche Herrschaftsgeschichte und Erinnerung an den Krieg aufeinander.

Veranstaltungen mit verschiedenen Schwerpunkten

Das Volleyballturnier Memoriál Ivana Kubince wird seit 1966 jeweils Anfang Mai veranstaltet. Wenn Sie Ihre Reise daran ausrichten möchten, prüfen Sie den konkreten Termin für das gewünschte Jahr. Einen anderen kulturellen Schwerpunkt setzt Štivadlo: Seit 2002 veranstaltet die Gemeinde Štítina die regionale Schau ländlicher Amateurtheatergruppen; ŠAMU ist ihr Hauptorganisator. Das Turnier ist der klar datierte Sportanlass, Štivadlo ergänzt den Blick auf Štítina um regionales Amateurtheater.

Radfahren und Anreise

Für Radfahrende sind zwei markierte Verläufe zu unterscheiden. Die Radroute 6055 führt über Branka u Opavy, Raduň, Nové Sedlice, Štítina, Kravaře und Kobeřice. Die markierte Radtourismusroute Radegast Opava verläuft in Štítina durch die Straßen Hlavní und Palackého. Der Vergleich ist praktisch: Die Route 6055 lässt sich an einer Ortsfolge festmachen, Radegast Opava am Straßenverlauf innerhalb Štítinas. Da sich Routenbedingungen ändern können, prüfen Sie vor der Fahrt aktuelle Hinweise.

Der Bahnhof Štítina liegt an der Strecke 316 zwischen Opava und Ostrava. Für eine Bahnanreise ist der Fahrplan am gewünschten Reisetag der nächste konkrete Planungsschritt.

Weitere Reiseziele entdecken: Vítkov, Bratříkovice, Sudice, Velké Heraltice, Skřipov, Jakartovice, Jilešovice, Štěpánkovice.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Opava.

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