Elektrische Fördermaschinen aus der frühen Elektrifizierungszeit, interaktive Technik-Ausstellungen und Flusslandschaften prägen ganz unterschiedliche Entdeckungen in Okres Ostrava-Město. Der ehemalige Industriekomplex Dolní Vítkovice wurde auch als Bildungs-, Sozial- und Kulturzentrum weitergenutzt. Daneben erzählen Stadtgeschichte und Naturgebiete ihre eigenen, sehr verschiedenen Geschichten.
Industriegeschichte und neue Nutzungen
Im authentischen Industriekomplex Důl Michal sind elektrische Fördermaschinen und Kompressoren aus der frühen Elektrifizierungszeit erhalten. Dolní Vítkovice ist ein ehemaliger Industriekomplex, der als Bildungs-, Sozial- und Kulturzentrum umgenutzt wurde. Geführte Touren dort widmen sich der Geschichte des Kohlebergbaus und dem Betrieb des Hochofens; einzelne Programme können sich ändern.
Gong ergänzt diese Industriekultur mit einem anderen Schwerpunkt: Der Veranstaltungsort beherbergt internationale Konferenzen und Kongresse, Konzerte sowie Kunstausstellungen. So stehen in der Region technische Geschichte, kulturelle Nutzung und ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm nebeneinander, ohne dass sie dasselbe Erlebnis bieten.
Auch die Denkmalzone Moravská Ostrava erschließt eine eigene Perspektive: Sie zeigt Architektur und Städtebau von der Wende zum 19. und 20. Jahrhundert. Wer sich für die Entwicklung der Stadt interessiert, findet im Ostrava Museum weitere historische und kulturelle Themen. Die Stadtgeschichte wird dort von der Gründung im Jahr 1267 bis 1989 interpretiert; außerdem umfasst das Museum Kunstgeschichte, Ethnografie, Archäologie, Paläontologie, Geologie und Mineralogie.
Besonders anschaulich wird die Bergbaugeschichte durch die Sammlung von Grubenlampen und Messinstrumenten sowie eine interaktive Karte von 1928, die die Schächte der Stadt zeigt. Andere Ausstellungsthemen richten den Blick auf Natur und Landschaft: Dazu gehören die Auwälder im Einzugsgebiet der Odra, regionale Wälder, Flüsse, Teiche, Wiesen und die urbane Landschaft.
Technik zum Entdecken
Im Velký svět techniky gibt es vier permanente interaktive Ausstellungen: Dětský svět, Svět vědy a objevů, Svět civilizace und Svět přírody. Für den Besuch sollten Sie etwa vier bis fünf Stunden einplanen. Die Angaben zur Barrierefreiheit werden gepflegt; bestätigen Sie den aktuellen Stand am besten vor Ihrem Besuch. Das Gebäude des Velký svět techniky ist vollständig barrierefrei, das Gebäude des Malý svět techniky U6 teilweise.
Malý svět techniky U6 setzt einen anderen Akzent. Die interaktive Darstellung des technischen Fortschritts reicht von der Dampfmaschine bis zu modernen Motoren. Zu den Exponaten zählen originale Großgebläse und rund hundert spielerische Stationen. Der Vergleich der beiden Häuser macht die unterschiedlichen Schwerpunkte deutlich: Im einen stehen vier breite Themenwelten im Mittelpunkt, im anderen die Entwicklung der Technik und ihre greifbaren Exponate.
Flusslandschaften, Natur und Bergbau
Landek liegt nahe dem Zusammenfluss von Odra und Ostravice und verbindet ein nationales Naturdenkmal mit reicher Vegetation und Fauna sowie einem technischen Denkmal in Form des Bergbaumuseums. Ein wissenschaftlicher und bergbaukundlicher Lehrpfad erschließt dort auch freiliegende Steinkohlenflöze aus dem Karbon. Landek ist zudem mit Mammutjägern verbunden, die vor etwa 25.000 Jahren dort lebten, und mit der Petřkovice Venus.
Auch Halda Ema macht die geologische Geschichte der Gegend greifbar: Ihr thermisch aktives Inneres erreicht Temperaturen von bis zu 1.500 °C; dabei entstehen Porzellanite und Jaspis. Wer den Naturraum lieber auf einer geführten Exkursion kennenlernt, kann Polanská niva bei speziellen Touren mit einem Naturführer besuchen. Das nationale Naturreservat umfasst 50 Hektar Wald und gehört zum Biocentrum Oderská niva sowie zu den Europäischen Schutz- und Vogelschutzgebieten Poodří. Rezavka gilt als Feuchtgebiet mit Auenvegetation.
Der größere Landschaftsraum Poodří reicht über Ostrava hinaus: Etwa ein Zehntel des geschützten Landschaftsgebiets liegt im Stadtgebiet von Ostrava; es erstreckt sich außerdem in die Gebiete Nový Jičín und Frýdek-Místek. Zu den Landschaftsmerkmalen von Poodří zählen mäandrierende Odra-Arme, dauerhafte und zeitweilige Tümpel, Auwälder, international bedeutende Feuchtgebiete, Teiche und ausgedehnte Auenwiesen.
Eine Radroute folgt der Ostravice und der Odra bis nach Landek und verläuft über den Radweg G. Für eine andere Art der Orientierung gibt es den Rundweg in Poruba: Er ist mit lokalen blau-weißen Tourismusschildern markiert und über die Straßenbahnlinien 7, 8 und 17 an der Haltestelle Hlavní třída erreichbar.
Küche und Wege durch die Stadt
Zur kulinarischen Seite gehören tschechische, regionale und internationale Küche sowie Pub-Spezialitäten wie Utopenci und eingelegter Hermelín. Eine 3,3 Kilometer lange Besucherroute widmet sich den Craft-Brauereien in Ostrava und der Region; die beteiligten Betriebe können wechseln. Die Themenroute Ostravské hospody nimmt das 19. Jahrhundert und die Geschichte des Bierbrauens in Ostrava in den Blick. Die Verfügbarkeit geführter Touren kann sich ändern.
In Ostrava ist der öffentliche Verkehr in ODIS integriert und umfasst Straßenbahnen, Busse und Oberleitungsbusse. Landek Park wird von den DPO-Buslinien 34, 52, 56, 67 und 68 an der Haltestelle Hornické muzeum bedient. Damit stehen für die Orientierung sowohl städtische Verkehrsmittel als auch ausgewiesene Rad- und Themenrouten zur Verfügung.
Die Angebote unterscheiden sich in ihrer Art – von interaktiven Ausstellungen über spezielle Naturführungen bis zu einer Radroute nach Landek.
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