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In Tuhan stehen Ortsgeschichte und Radfahren als zwei gut unterscheidbare Zugänge nebeneinander: Die Kirche St. Gallus bringt mehrere historische Zeitpunkte und ein konkretes Kunstmotiv zusammen; die nördliche Kokořínsko-Radroute führt durch den Ort. So können Sie bei der Planung zunächst entscheiden, ob eher Kirchen- und Baugeschichte oder eine Radtour den Schwerpunkt setzen soll. Für die historische Seite gibt es nicht nur ein einzelnes Datum, sondern eine Abfolge von Erwähnungen, Veränderungen und Denkmälern.

Kirche St. Gallus und Ortsgeschichte

Die erste überlieferte Erwähnung der Kirche in Tuhaň stammt aus dem Jahr 1362. 1711 wurde die alte Kirche unter der Patronage von Franz Ernst von Waldstein durch die barocke Kirche St. Gallus ersetzt. Die meisten Ausstattungsstücke der Kirche stammen ebenfalls aus dem Jahr 1711. Die Jahreszahlen stehen für unterschiedliche Stationen: 1362 bezeichnet die frühe Erwähnung des Gotteshauses, 1711 den Austausch des älteren Baus und das Datum eines Großteils der Ausstattung. So lässt sich die zeitliche Abfolge von der ersten Nennung bis zur barocken Gestaltung einordnen.

Bei der Kirche befindet sich eine Skulpturengruppe des Ölbergs. Zu ihr gehören eine Statue des Erlösers, eine Engelsstatue und drei schlafende Apostel. Die konkrete Figurenkonstellation macht das religiöse Motiv greifbar: Neben dem Erlöser gehören Engel und Apostel zu der dargestellten Gruppe. Für einen kulturgeschichtlichen Blick auf St. Gallus ergänzt dieses Werk die Baugeschichte um ein einzelnes, klar benanntes Bildmotiv.

Ein neuer Glockenturm neben der Kirche ersetzte 1833 den älteren Glockenturm im Ortskern von Tuhaň; außerdem wurde der Friedhof außerhalb des Ortes verlegt. Auf dem Dorfplatz von Tuhaň wurde 1736 eine Statue des heiligen Florian aufgestellt. Damit reichen die historischen Bezugspunkte über den Kirchenbau hinaus: Auch der frühere Turmstandort, die Verlegung des Friedhofs und das Denkmal auf dem Dorfplatz gehören zur Ortsgeschichte.

Volksarchitektur in der Gegend

Auch architektonisch reicht der Blick über ein einzelnes Gebäude hinaus. Die Gegend von Tuhaň und den angrenzenden Gemeinden ist als Gebiet der Volksarchitektur ausgewiesen. Dort verbinden sich Blockhäuser der ursprünglichen slawischen Bevölkerung mit Fachwerkbauten der späteren deutschen Bevölkerung. Diese Kombination gibt dem kulturgeschichtlichen Thema eine regionale Dimension: Neben den konkreten Daten zu St. Gallus und den Denkmälern können Sie die Bauformen als Teil einer gemeindeübergreifenden Einordnung betrachten. So stehen die Geschichte eines einzelnen Kirchenbaus und ein breiterer Blick auf die Architektur der Gegend nebeneinander.

Die nördliche Kokořínsko-Radroute

Die nördliche Kokořínsko-Radroute führt durch Domašice, Obrok, Tuhanec, Tuhaň und Pavličky. Sie ist 28 km lang, mittelschwer und für Cross- beziehungsweise Trekkingräder geeignet. Für die Auswahl einer Radtour erhalten Sie damit drei konkrete Orientierungspunkte: Streckenlänge, Schwierigkeitsgrad und passende Fahrradtypen. Da sich Routenbedingungen ändern können, prüfen Sie diese vor der Fahrt. Im Vergleich zu den historisch geprägten Themen in Tuhan ist die Radroute ein eigener Aktivitätsschwerpunkt. Sie können Ihren Aufenthalt danach ausrichten, ob Kirchen- und Baugeschichte oder Radfahren stärker im Vordergrund stehen soll.

Weitere Reiseziele entdecken: Kozly U České Lípy, Prysk, Okrouhlá U Nového Boru, Svor, Okna, Marenice, Volfartice, Skalice U České Lípy.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Česká Lípa.

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