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Ein barocker Wallfahrtskomplex und offene Hochflächen prägen Hlavice auf unterschiedliche Weise. Die Baugruppe um St. Linhart steht für die örtliche Wallfahrtsgeschichte; Wiesen, Felder und Täler geben der Landschaft ihre Gliederung. Durch den Ort führen zudem ein blau markierter Wanderweg und eine Radroute, deren Kennzeichnungen und Anschlusspunkte sich klar unterscheiden.

Wallfahrtsgeschichte und barocke Baukunst

Der barocke Wallfahrtskomplex ist mehr als die Kirche St. Linhart allein: Zu ihm gehören außerdem ein Pfarrhaus, ein Getreidespeicher und eine Statue des heiligen Linhart. Die heutige große Kirche entstand zwischen 1748 und 1759 am höchsten Punkt von Hlavice. Bauzeit und Lage geben der Kirche einen klaren zeitlichen und topografischen Rahmen.

Die Wallfahrtsgeschichte hat einen konkreten Ausgangspunkt: Prozessionen nach der Tierseuche von 1747 legten den Grundstein für die Wallfahrten in Hlavice. Der Bau der heutigen Kirche begann im darauffolgenden Jahr. Die Entstehung der Prozessionen und die Errichtung des Kirchengebäudes liegen damit zeitlich eng beieinander, markieren aber unterschiedliche Schritte der örtlichen Geschichte.

Eine weitere barocke Statue in Hlavice zeigt den heiligen Johannes Nepomuk. Sie ergänzt den Linhart-Bezug um eine weitere namentlich benannte Heiligenfigur der örtlichen religiösen Kunst.

Hochflächen, Täler und Ausblicke

Im Südosten und Westen wird Hlavice von tiefen, malerischen Tälern der Flüsse Malá Mohelka und Zábrdka begrenzt. Im Zentrum des Gebiets liegen waldfreie Hochplateaus mit Wiesen und Feldern, die von kleineren Tälern durchzogen sind. Die Landschaft unterscheidet sich damit nach Lage und Maßstab: Tiefe Flusstäler rahmen das Gebiet, kleinere Täler gliedern das offene Hochland im Inneren.

Von Hlavice aus bieten sich weite Ausblicke auf den Ještěd-Kamm, das Český ráj und den Bezděz. Die landschaftliche Orientierung reicht damit von den kleinräumigen Tälern bis zu weiten Fernblicken; beide Maßstäbe gehören zum Bild des Ortes.

Wander- und Radroute durch Hlavice

Ein blau markierter Wanderweg führt durch Hlavice zwischen Hrubý Lesnov und Vrtky auf der Route Liberec–Čertova zeď–Mnichovo Hradiště. Die Radroute T 3048 verläuft durch Hlavice zwischen Vrtky und Cetenov, führt weiter in Richtung Na Pince und hat Anschluss an die Route T 25. Beide Routen lassen sich anhand verschiedener Angaben auseinanderhalten: Beim Wanderweg sind Markierung und Routenname zentral, bei der Radverbindung die Nummer und ihre Anschlussorte.

Wegmarkierungen und Radroute-Verläufe können sich ändern. Prüfen Sie deshalb vor einer Tour den aktuellen Verlauf.

Kristiánka in Lesnovek

Zur Wallfahrtsstätte Kristiánka in Lesnovek gehört eine Statue der Jungfrau Maria mit dem Jesuskind aus dem Jahr 1845. Auch das Wasser der Quelle Kristiánka bei Lesnovek galt früher als heilkräftig. Die Jahreszahl verankert die Marienstatue konkret in der Geschichte des Wallfahrtsortes; die Heilreputation des Wassers gehört dagegen einer früheren Vorstellung an.

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