Die vierreihige Lindenallee Rohanka, ein für die Öffentlichkeit geschlossenes Parktor und zwei mögliche Umgehungen geben einem Besuch in Paceřice einen konkreten landschaftlichen Bezugspunkt. Die Allee wurde 1850 angelegt. Die Bushaltestelle „Paceřice, Rohanka“ liegt am Ende der Allee, die direkt in Richtung Schloss Sychrov führt. Von der Haltestelle spazieren Sie durch die Lindenallee bis zum Hintertor des Sychrover Parks. Das Tor ist für die Öffentlichkeit geschlossen; Sie können den Park links oder auf einem weniger frequentierten Weg rechts umgehen. Prüfen Sie vorab den aktuellen Busverkehr und die Bedingungen an Tor und Wegen.
Schutzgebiet und Ortsbild
Durch das Gebiet von Paceřice verläuft die 1977 ausgewiesene denkmalrechtliche Schutzzone des Schlosses Sychrov; sie erstreckt sich auch auf einen Teil der Siedlung Husa. Wenn es für Ihre Planung auf den genauen Grenzverlauf ankommt, gleichen Sie ihn mit der aktuellen amtlichen Karte ab.
Blockhäuser, Villa Fialka und Husa
Eine Reihe von Blockhäusern aus dem 19. Jahrhundert ist in Paceřice bis heute erhalten. Die langen, zweigeschossigen Gebäude tragen Satteldächer; an ihre Erdgeschosse schließen Stall- und Wirtschaftsgebäude an. Ein Satteldach besteht aus zwei geneigten Flächen, die am First zusammentreffen. Zusammen mit den angefügten Wirtschaftsbereichen macht diese Form die Verbindung von Wohnen und landwirtschaftlichen Nebenbereichen anschaulich.
Eine andere Perspektive bietet die Villa Fialka mit der Hausnummer 17 in Husa. Sie war ursprünglich das Wohnhaus des Schlossgärtners Vojtěch Mašek vom Schloss Sychrov. Später lebte dort die Familie Bušek. Zu ihren Mitgliedern gehörte Karel Bušek, Literat und Übersetzer, der unter dem Pseudonym Bohdan Kaminský veröffentlichte. Die Villa ergänzt das Bild durch die Geschichte eines bestimmten Hauses und seiner Bewohner; die Blockhäuser stehen dagegen für eine wiederkehrende Bauform.
Auch Petr Bušek verknüpft Husa mit dem Schloss: Er war Schöpfer der Holzschnitzereien des Schlosses und arbeitete ab 1856 in der Ziegelei im Dorf Husa. Dort gründete er ein Unternehmen, das nach seinem Tod von seinen Söhnen Dominik und Konstantin erfolgreich weitergeführt wurde. Die beiden Bušek-Spuren setzen unterschiedliche Akzente: Karel Bušek steht für Literatur und Übersetzung, Petr Bušek für die Verbindung von Schloss-Holzschnitzereien und seinem Unternehmen in Husa.
Das Gasthaus U Divoké husy gab der Siedlung Husa ihren Namen und wurde zusammen mit einer Schmiede und mehreren Häuschen errichtet. Anders als die persönliche Geschichte der Villa Fialka erklärt diese Überlieferung den Namen der Siedlung Husa.
Quellen und sommerliche Nutzung
Früher waren die starken Quellen in Studnice seit jeher die wichtigste Trinkwasserquelle für ganz Paceřice. Sie gaben der zur Gemeinde gehörenden Siedlung ihren Namen. Damit kommen zur Bau- und Handwerksgeschichte die frühere Wasserversorgung und die Herkunft eines Siedlungsnamens hinzu.
Das Feuerlöschbecken in Paceřice wird im Sommer zum willkommenen Ort für Abkühlung und Wasserspiele. Prüfen Sie vor dem Besuch die örtlichen Bedingungen. So stehen neben den historischen Ortsgeschichten auch saisonale Nutzungsmöglichkeiten im Blick.
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