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Malé Chrášťany verbindet markante bäuerlich-barocke Hofanlagen mit einer kleinen Kapelle und zwei Radwegen, die durch den Ort führen. Am Dorfplatz lassen sich mehrere Höfe anhand ihrer Fassaden und Eingänge unterscheiden. Für Ihre Planung ergeben sich damit zwei unterschiedliche Schwerpunkte: das Ortsbild und seine Baugeschichte oder eine Radtour mit Malé Chrášťany als Zwischenstation.

Bäuerlich-barocke Hofanlagen am Dorfplatz

Die geschlossene Hofanlage Malé Chrášťany Nr. 3 gruppiert ihre Gebäude um einen Hof. Ihre zweigiebelige bäuerlich-barocke Fassade hat ein Tor und eine Pforte zum Dorfplatz. Auch die Hofanlage Nr. 4 besitzt eine zweigiebelige Fassade mit Tor und Pforte, die zum Dorfplatz ausgerichtet ist. Bei beiden Höfen lassen sich die Giebel und die Eingänge als prägende Elemente der Anlage betrachten; die um einen Hof gruppierten Gebäude geben dem Ensemble seine geschlossene Form.

Zu Nr. 4 gehören außerdem ein Getreidespeicher mit bäuerlich-barockem Giebel und angrenzende Stallungen. Eine Einfriedungsmauer mit Tor und Pforte verbindet den Speicher mit dem Wohngebäude. Eine Baugeschichte reicht weiter zurück als die heutige barocke Gestalt: Das Gehöft Nr. 4, auch Boží Oko 1, wurde 1850 aus einem mittelalterlichen hölzernen Blockhaus umgestaltet. Nr. 5 liegt an der Westseite des Dorfplatzes und besitzt ebenfalls eine zweigiebelige bäuerlich-barocke Fassade; ihr verbundenes Tor und ihre Pforte sind zum Platz ausgerichtet.

Die Nischenkapelle sv. Vojtěcha

Am südlichen Rand von Malé Chrášťany steht die gemauerte Nischenkapelle sv. Vojtěcha. Der kleine Bau hat einen rechteckigen Grundriss und ist nach Süden ausgerichtet. Šebastián Brenner errichtete die Kapelle zwischen 1860 und 1862. Zu ihrer Ortsgeschichte gehört auch ihre frühere Funktion: Sie diente als Ort des letzten Abschieds von Verstorbenen. Zusammen mit den Höfen am Dorfplatz bildet sie einen zweiten, eigenständigen Architekturpunkt im Ort.

Radwege durch Malé Chrášťany

Die Radroute Nr. 1083 führt durch Malé Chrášťany von Plástovice nach Břehov. Der Rad-Rundweg „Kolem Pištína na Blata“ verläuft ebenfalls durch den Ort; für ihn sind eine ungefähre Länge von 24 Kilometern, die Einstufung als leicht und eine Ausrichtung vor allem auf Familien mit Kindern und Senioren angegeben. Die beiden Beschreibungen geben Ihnen unterschiedliche Anhaltspunkte für die Planung: Bei Nr. 1083 sind die Orte am Streckenverlauf benannt, beim Rundweg stehen Länge, Schwierigkeitsgrad und angesprochene Radfahrende im Vordergrund.

Malé Chrášťany gehört zu den zentralen Dörfern der historisch als Zbudovská Blata bezeichneten Region. Deren Landschaft ist flach und durch ein Netz von Radwegen verbunden. Wer die Routenwahl nicht nur nach einzelnen Gebäuden im Ort, sondern auch nach dem Radfahren in dieser Region ausrichten möchte, findet hier den passenden größeren Zusammenhang für den Besuch.

Anreise mit dem Bus

Eine lokale Information, aktualisiert im September 2019, beschreibt eine Linienbusverbindung von České Budějovice nach Sedlec bis nach Malé Chrášťany. Prüfen Sie vor der Anreise den aktuellen Fahrplan und ob die Verbindung weiterhin angeboten wird. So können Sie die Anfahrt mit dem Bus getrennt von der Wahl einer der beiden Radoptionen planen.

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