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Vlhlavy verbindet bäuerlichen Barock mit einer langen Teichgeschichte und konkreten Radoptionen: Auf dem Dorfplatz stehen die Kapelle des heiligen Johannes Nepomuk und das Gehöft Nr. 5 einander gegenüber. Der Vlhlavský rybník bringt eine weitere historische Ebene hinzu. Auch die Ortsgeschichte reicht wahrscheinlich weit zurück, während die erste schriftliche Erwähnung auf das Jahr 1273 datiert ist. Für Ihre Planung können Sie so zwischen Baugeschichte, Landschaft und zwei unterschiedlichen Radausflügen gewichten.

Bauernbarock, Kapelle und Ortsgeschichte

Vlhlavy weist eine Reihe von Gehöften des bäuerlichen Barocks auf. Das Gehöft Nr. 5 gilt als das am besten erhaltene Gebäude dieses Stils im Ort. Seine Giebel sind im Blata-Typ ausgeführt und mit dem heiligen Wenzel sowie dem heiligen Florian bemalt. Die Kapelle des heiligen Johannes Nepomuk steht dem Gehöft auf dem Dorfplatz gegenüber. Ihr Portal ist auf 1841 datiert; im Inneren befindet sich eine polychrome Statue des heiligen Johannes Nepomuk. Die Details geben unterschiedliche Ansatzpunkte, um die Bauwerke einzuordnen: am Gehöft die Giebelgestaltung und ihre Bemalung, an der Kapelle die Datierung des Portals und die Statue im Innenraum.

Auch die zeitlichen Angaben zur Geschichte Vlhlavys betreffen verschiedene Epochen. Die Geschichte reicht wahrscheinlich bis in die Jungsteinzeit zurück, also mehr als 7.000 Jahre. Die erste schriftliche Erwähnung des Orts stammt aus dem Jahr 1273. Eine weitere historische Station ist die ehemalige Vlhlavy-Festung: Sie wurde im Herbst 1420 unter Jan Hrůza von Vlhlavy von den Hussiten erobert und niedergebrannt. Von der Festung sind Geländespuren ihrer Gräben erhalten. Damit stehen eine wahrscheinliche frühe Besiedlung, eine schriftliche Erwähnung und ein konkretes Ereignis aus dem Mittelalter nebeneinander, ohne dass sie dasselbe über die Ortsgeschichte aussagen.

Teichgeschichte und geschützte Natur

Der Vlhlavský rybník wurde 1387 bis 1388 angelegt. Er gehört zu den fünf größten Teichen des Budějovice-Hluboká-Teichsystems und ist zugleich der zehntälteste Teich Südböhmens. Die Größenangabe ordnet ihn innerhalb des Teichsystems ein, die Altersangabe innerhalb der südböhmischen Teiche. Zusammen geben diese Vergleiche dem Gewässer einen klaren historischen und regionalen Bezug.

Auch die Naturbezüge haben unterschiedliche Maßstäbe: Das Gebiet von Vlhlavy ist Teil des Vogelschutzgebiets Českobudějovické rybníky. In der Umgebung von Vlhlavy liegt außerdem das Naturdenkmal Velký Karasín. So reicht das Bild des Orts über seine Gehöfte und die Kapelle hinaus und umfasst sowohl eine geschützte Gebietszugehörigkeit als auch ein nahe gelegenes Naturdenkmal.

Zwei Radausflüge im Vergleich

Für eine Entdeckung mit dem Rad stehen zwei Touren mit unterschiedlichen beschriebenen Merkmalen zur Wahl. Der familienfreundliche Rundkurs „Za památkami a přírodou Zbudovských Blat“ ist etwa 24 Kilometer lang, führt über die Radwege 1085, 1083, 1084 und 1081 und umfasst Vlhlavy als Station. Prüfen Sie vor der Fahrt die örtliche Wegmarkierung.

Der etwa 25 Kilometer lange Radausflug „Na Zbudovská blata za selským barokem“ führt überwiegend über markierte Radwege und schließt Vlhlavy ebenfalls als Station ein. Seine Bezeichnung stellt das bäuerliche Barock in den Mittelpunkt. Die ungefähren Längenangaben von rund 24 und rund 25 Kilometern liegen nahe beieinander; deutlicher unterscheiden sich die genannten Tourmerkmale: beim Rundkurs die ausgewiesene Schleifenform und die vier Wegnummern, beim anderen Ausflug die überwiegend markierten Radwege und der Bezug zum Bauernbarock. Radroute Nr. 1083 verläuft zudem durch Vlhlavy.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres České Budějovice.

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