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Eine steinerne Brücke und eine archäologische Burgstelle ergänzen die Kirche St. Peter und Paul in Cizkrajov und die Wallfahrtskirche Montserrat südöstlich des Ortes als unterschiedliche kulturhistorische Zeugnisse. Die Burgstelle liegt am nordwestlichen Dorfrand; Montserrat steht auf einem bewaldeten Hügel. So reichen die Themen von archäologischen Geländespuren über Sakralarchitektur bis zu regionaler Verkehrsbaukunst.

Burgstelle am nordwestlichen Dorfrand

Die Burgstelle von Cizkrajov ist eine bedeutende archäologische Fundstelle. Sie entstand vermutlich um 1300 und wurde in den 1430er- oder 1440er-Jahren aufgegeben. Auf dem Gelände sind niedrige Wallreste sowie Mauer- und Mörtelreste erhalten. Hinzu kommt ein Graben, der bis zu 3 m tief und 25 m breit ist. Die Maße geben eine konkrete Vorstellung von seiner Größenordnung; zugleich können archäologische Geländemerkmale ohne Fachkenntnisse schwer zu interpretieren sein.

St. Peter und Paul: spätgotische Architektur

Die spätgotische Kirche St. Peter und Paul in Cizkrajov ist zweischiffig und besitzt ein polygonales Presbyterium. Sie liegt auf einem Friedhof, der von einer Umfassungsmauer eingefasst ist. Der heutige Bau entstand 1500–1503 unter Jörg Estreicher, einem Baumeister aus dem nahe gelegenen Slavonice. Die architektonischen Begriffe ergänzen die Datierung: „Zweischiffig“ bezeichnet die Gliederung in zwei Kirchenschiffe, „polygonal“ die mehrseitige Form des Presbyteriums. Damit lässt sich der Bau zeitlich und anhand seiner Form einordnen.

Wallfahrtskirche Montserrat

Die Wallfahrtskirche Montserrat steht auf einem bewaldeten Hügel, etwa 1 km von Mutná entfernt und südöstlich von Cizkrajov. 1785 wurde sie auf Anordnung Josephs II. abgebrochen; von 1858 bis 1865 erfolgte der Wiederaufbau. Hinter dem Altar im Presbyterium befindet sich ein Brunnen mit einer Quelle. Im Vergleich zu St. Peter und Paul stehen bei Montserrat der historische Einschnitt durch Abbruch und Wiederaufbau sowie dieses besondere Merkmal im Kircheninneren im Vordergrund. Eine kommunale Tourismusbroschüre nennt für die zweitägige Hauptwallfahrt den Samstag und Sonntag vor dem 15. August. Wenn dieser Termin für Ihre Planung wichtig ist, prüfen Sie die konkreten Daten für das jeweilige Reisejahr.

Die steinerne Brücke

Die steinerne Brücke in Cizkrajov wurde Anfang 2024 als unbewegliches Kulturdenkmal geschützt. Sie ist ein authentisch erhaltenes Beispiel eines Verkehrsbauwerks und dokumentiert architektonische Qualitäten sowie Bau- und Konstruktionstechniken der Region. Anders als bei der Burgstelle und den Kirchen richtet sich der Blick hier auf die Bauweise eines Verkehrsbauwerks und auf regionale Konstruktionstraditionen.

Anreise nach Cizkrajov

Cizkrajov ist über Straßen III. Klasse von Dolní Bolíkov, Peč und Mutná aus erreichbar. Die Zufahrten von Peč und Mutná zweigen von den Straßen II/406 beziehungsweise II/152 ab. Vor der Fahrt lohnt es sich, die aktuelle Straßenlage zu prüfen, da vorübergehende Baustellen die Bedingungen verändern können.

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