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Kamenný Malíkov wird wegen des Tals Malíkovské skály besucht. Durch das Tal fließt die Žirovnice; außerdem gehören ein natürlicher geologischer Aufschluss, die Kapelle St. Anna, eine steinerne Straßenbrücke sowie Theater- und Handwerkstraditionen zur Geschichte des Ortes. Landschaft, Baugeschichte und kulturelle Vergangenheit bilden damit verschiedene Ansatzpunkte für Ihre Reiseentscheidung.

Tal Malíkovské skály und geologischer Aufschluss

Zum Tal Malíkovské skály gehört auch die Čertova skluzavka. Der Flusslauf und dieser benannte Ort sind konkrete Orientierungspunkte innerhalb desselben Landschaftsthemas. Wenn Sie bei Ihrer Zielwahl auf einen Naturraum achten, ist das Tal der zentrale landschaftliche Bezugspunkt in Kamenný Malíkov.

Eine weitere geologische Besonderheit ist die Lokalität „Výchozy na jižním okraji obce Kamenný Malíkov“. Sie ist ein natürlicher Aufschluss am linken Ufer der Žirovnice. Von einer Straße am südlichen Ortsrand ist sie über einen begehbaren Wanderweg erreichbar. Der Weg von der Straße bis zum Aufschluss ist länger als 250 Meter. Planen Sie diese Wegstrecke als Teil des Besuchs ein.

Ortsgeschichte und Laienspiel

Die Gründung von Kamenný Malíkov wird in das 14. Jahrhundert eingeordnet. Die frühesten schriftlichen Nachrichten stammen aus dem Jahr 1512; damals hieß die Siedlung Český Malíkov. Die beiden Zeitangaben beleuchten unterschiedliche Aspekte: die Datierung der Gründung und eine frühe schriftliche Namensform.

Auch Handwerk und Laienspiel gehören zur Ortsgeschichte. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in Kamenný Malíkov Perlmuttverarbeiter, die čamrdáři genannt wurden. Ein Laienspielverein bestand bereits 1924; 1932 zählte er 25 Mitglieder. Im Winter führte der Verein bis zu vier Theaterstücke auf. Nach 1990 knüpfte Kamenný Malíkov an die Tradition des Laienspiels an. Diese Stationen reichen von einem örtlichen Handwerk bis zu verschiedenen Phasen der Theatergeschichte.

Kapelle St. Anna und steinerne Brücke

Die kleine Kapelle St. Anna ist gemauert und verputzt und hat einen quadratischen Grundriss. Ihr Zeltdach trägt einen polygonalen Dachreiter. Die Kapelle stammt aus der Zeit um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Grundriss, Dachform und Dachreiter geben Ihnen konkrete Details, an denen sich die Architektur des kleinen Sakralbaus beschreiben lässt.

Die steinerne Straßenbrücke in Kamenný Malíkov überspannt den Počátecký potok und stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie ist eine massive Einbogenbrücke, die rechtwinklig zum Gewässer steht. Die Fahrbahn liegt oben; Mauern und Flügelmauern gehören zur Konstruktion. Auf der Ostseite steht auf einem Sockel eine gusseiserne Statue des heiligen Johannes Nepomuk. Im Vergleich der Bauformen bietet die Kapelle mit ihrem quadratischen Grundriss und Dachreiter einen anderen architektonischen Bezugspunkt als die Brücke mit ihrem Bogen über dem Wasser.

Route durch Kamenný Malíkov

Die Route „Do rodiště Tomáše Štítného“ führt über Česká Olešná, Kamenný Malíkov und Zdešov. Wenn Sie sie mit dem Rad nutzen, prüfen Sie vor der Fahrt die örtliche Radwegweisung. So können Sie die Route in Ihre Planung einbeziehen und zugleich die aktuelle Wegweisung berücksichtigen.

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