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In Kostelní Vydří treffen Wallfahrtsgeschichte und unterschiedliche Bauzeiten aufeinander: von einer gotischen Kirche aus dem frühen 14. Jahrhundert bis zu barocken Bauwerken. Für die Besuchsplanung lohnt es sich, die Kirchen zu unterscheiden. Ihre Zugangsbedingungen sind nicht gleich.

Kirchen und Wallfahrt

Die Kirche Panny Marie Karmelské ist fast den ganzen Tag bei freiem Eintritt geöffnet. Da sich die Öffnungsregelungen ändern können, prüfen Sie diese vor dem Besuch. Errichtet wurde die Kirche zwischen 1787 und 1789. Das Karmelitánský klášter entstand Mitte des 18. Jahrhunderts, damit den Pilgern täglich Priester zur Verfügung standen.

Auch die Geschichte der Wallfahrtsstätte reicht über mehrere Jahrhunderte. Karmeliten aus Österreich begannen dort 1908 ihren Dienst, nachdem Baron Bedřich Dalberg sie eingeladen hatte. Kostelní Vydří mit dem Wallfahrtsort Panna Maria Karmelská wird zu den Wallfahrtsorten der Diözese Brünn gezählt; die Diözese kann diese Einordnung revidieren.

Anders ist der Zugang zur unteren Kirche Mariä Heimsuchung: Ihr Innenraum ist außerhalb der Gottesdienstzeiten nicht zugänglich. Die Kirche entstand durch den Umbau einer gotischen Kirche vom Anfang des 14. Jahrhunderts. Die sogenannte „dolní pouť“ (untere Wallfahrt) wird am ersten Sonntag im Juli zum Fest Mariä Heimsuchung gefeiert. Wenn Sie beide Kirchen einplanen, beachten Sie also sowohl die Öffnungsregelungen als auch die Gottesdienstzeiten.

Brücke, Schloss und Ortsgeschichte

Eine steinerne barocke Brücke aus der Zeit um 1730 ist ein historisches Wahrzeichen von Kostelní Vydří. Auf ihr stehen Statuen des heiligen Johannes Nepomuk und des heiligen Josef. Die beiden Figuren gehören damit zu den konkreten Details, die den Bau von einer bloßen Querung unterscheiden.

Auch das Schloss erzählt von mehreren Bauphasen. Das barocke Schloss wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts nahe einer ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert stammenden Renaissancefestung errichtet und zu Beginn des 19. Jahrhunderts neu gestaltet. Es ist einstöckig und besitzt zwei Flügel, einen gewölbten Durchgang sowie steinerne Fenstergewände. So lassen sich an einem Ort Bauformen und Veränderungen aus unterschiedlichen Jahrhunderten gegenüberstellen.

Zur lokalen Geschichte gehört außerdem die Familie Dalberg: Friedrich, seine Frau und ihre beiden Söhne sind auf dem Friedhof auf dem Hügel gegenüber dem Karmelitenkloster bestattet.

Allee und Wege in der Natur

Neben dem Karmelitenkloster befindet sich die Lipová alej k Hrobce rodu Dalbergů. Die Allee ist 129 Meter lang und umfasst 24 Linden; bei Entfernung oder Nachpflanzung von Bäumen können sich die Maße und die Zahl verändern. In ihrer Umgebung liegt ein Kreuzweg. Station 9 des Lehrpfads ist den geschützten Karmelitánské lípy gewidmet.

Die Naučná stezka po přírodních zajímavostech ist für Fußgänger vorgesehen; einige Abschnitte sind für Radfahrer nicht befahrbar. Das ist bei der Wahl zwischen einem Besuch mit dem Rad und einer Erkundung zu Fuß zu berücksichtigen.

Anreise und praktische Orientierung

Von Dačice aus ist Kostelní Vydří mit dem Bus oder zu Fuß in etwa 40 Minuten erreichbar. Da sich Transport- und Gehbedingungen ändern können, prüfen Sie vor der Abreise die für Ihre Variante passenden Verbindungen und Bedingungen. So bleibt die ungefähre Zeitangabe eine Orientierung und wird nicht mit einer garantierten aktuellen Verbindung verwechselt.

Direkt neben dem Kirchen- und Klosterareal befinden sich ein großer Parkplatz und eine öffentliche Toilette, auch für Menschen mit Behinderung. Diese Orientierung ist besonders bei der Planung eines Besuchs am Kirchenareal hilfreich; sie sagt nichts über den Zugang zu den Innenräumen der Kirchen aus.

Weitere Reiseziele entdecken: Dobrohošť U Dačic, Hrachoviste, Střížovice U Kunžaku, Vlčetínec, Horní Meziříčko, Pístina, Heřmaneč, Smrzov.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Jindřichův Hradec.

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