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Der Lehrpfad Čertův kámen verbindet Lodhéřov und Kostelní Radouň. Dazu kommen Bau- und Kulturspuren mit eigenen Zeitlinien. Bei der Wahl eines Aufenthalts in Lodhéřov können Sie daher überlegen, ob Bewegung im Freien, Ortsgeschichte oder eine Mischung beider Interessen den Schwerpunkt setzen soll. Die unterschiedlichen Themen geben Ihnen konkrete Anhaltspunkte, um die passende Ferienwohnungssuche mit dem gewünschten Charakter Ihrer Reise zu verbinden.

Landschaft und Lehrpfad

Der Čertův kámen ist der höchste Hügel oberhalb von Lodhéřov; sein Gipfel liegt auf 659 m. Lodhéřov erstreckt sich entlang des Ženský potok. Diese Angaben geben der Landschaft zwei unterschiedliche Bezugspunkte: Der Bach steht für die Ausdehnung des Ortes, der Hügel für eine konkrete Höhe oberhalb davon. Zusammen mit dem Lehrpfad lässt sich Lodhéřov so zugleich über seine Landschaft und eine benannte Wanderverbindung einordnen.

Der Lehrpfad Čertův kámen ist 4,5 km lang und verbindet Lodhéřov mit Kostelní Radouň. Zu seiner Ausstattung gehören neun Informationstafeln und fünf Sport- und Spielstationen. Damit umfasst das Angebot sowohl Informationen entlang des Pfads als auch Stationen für Sport und Spiel. Das Gelände des Lehrpfads eignet sich für Wanderungen von Menschen aller Altersgruppen. Die Länge hilft, den Umfang der Wanderung einzuschätzen; Tafeln und Stationen zeigen, welche weiteren Elemente den Weg prägen.

Bau- und Kulturgeschichte

Die erste schriftliche Erwähnung von Lodhéřov stammt aus dem Jahr 1294. Die Kirche St. Peter und Paul ist im Kern ein gotischer Bau des 14. Jahrhunderts und wurde im 17. bis 19. Jahrhundert umgebaut und erweitert. Das Pfarrhaus entstand zwischen 1724 und 1730. Ein überdachter hölzerner Gang verband es mit der Kirche. Die Zeitangaben eröffnen verschiedene Blickwinkel: Die Kirche vereint einen mittelalterlichen Kern mit späteren Veränderungen, während das Pfarrhaus einem bestimmten Bauzeitraum zugeordnet ist. Der Gang stellt die bauliche Verbindung zwischen beiden Gebäuden her.

Eine weitere Kulturgeschichte erzählt der Lodhéřovský betlém, eine Krippendarstellung aus Lodhéřov. Bis 1945 wurde sie regelmäßig in der örtlichen Kirche St. Peter und Paul ausgestellt. 1968 fand man sie auf dem Dachboden des Schlosses Jindřichův Hradec. In der Sammlung des Muzeum Jindřichohradecka ist sie die älteste Krippendarstellung. Herkunft, regelmäßige Präsentation, Fundort und Sammlungsrang bilden verschiedene Stationen ihrer Geschichte. Die Jahreszahlen helfen, die Ausstellung in der Kirche und den späteren Fund zeitlich einzuordnen.

Kleinere Denkmale im Ort

Auch zwei kleinere Denkmale bieten konkrete Anhaltspunkte für die Ortsgeschichte. Auf dem Dorfplatz steht ein granitenes Steinkreuz aus dem Jahr 1860. Am Ortsrand, hinter dem Haus Nr. 44, befindet sich ein Bildstock aus dem 19. Jahrhundert. Die beiden Angaben unterscheiden sich sowohl durch ihre Lage im Ort als auch durch die Genauigkeit ihrer Datierung: Beim Kreuz ist ein einzelnes Jahr genannt, beim Bildstock ein Jahrhundert. So ergänzen diese lokalen Details die Baugeschichte von Kirche und Pfarrhaus um weitere, jeweils genau verortete Merkmale.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Jindřichův Hradec.

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