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Romanischer Turm, barockes Pfarrhaus und ein steinerner Brunnen, der von der Burg Dobronice versetzt wurde, geben Bernartice U Milevska einen kulturhistorischen Schwerpunkt. Dazu kommen die Ausstellung Hravé peklo in der Hus-Kapelle, eine Wallfahrt im Juli und eine regionale Radrundroute. Wenn Sie ein Hotel in Bernartice U Milevska suchen, lässt sich die Wahl des Ortes zunächst an Ihrem Reiseinteresse ausrichten: Geht es Ihnen vor allem um Baugeschichte, Ausstellungen, einen Veranstaltungstermin oder eine Verbindung von Kultur und Radfahren?

Die St.-Martins-Kirche und ihre Bauphasen

Die St.-Martins-Kirche steht im historischen Ortskern. Erhalten sind ein romanischer Turm und Teile des Kirchenschiffs. Ihre Geschichte lässt sich an mehreren Zeitstufen lesen: Die Kirche bestand bereits als romanischer Bau, als die Pfarrei Bernartice erstmals 1251 dokumentiert wurde. Im 14. Jahrhundert wurde die Kirche auf den Fundamenten eines älteren Bauwerks errichtet und später barock umgestaltet. Diese Daten beschreiben unterschiedliche Stationen: 1251 markiert die erste Dokumentation der Pfarrei, während das 14. Jahrhundert die Errichtung auf älteren Fundamenten einordnet. Die erhaltenen romanischen Teile verweisen zugleich auf eine frühere Bauphase. Wer sich für Architektur interessiert, kann so romanische Elemente, ältere Grundlagen, die Errichtung im 14. Jahrhundert und die spätere barocke Umgestaltung auseinanderhalten.

Pfarrhaus und Brunnen am Platz

Am Platz stehen das barocke Pfarrhaus und der steinerne Brunnen. Das Pfarrhaus war früher eine Jesuitenresidenz. Der Brunnen wurde 1776 von der nahe gelegenen Burg Dobronice auf den Platz versetzt. Die beiden Details erzählen unterschiedliche Ortsgeschichten: Beim Pfarrhaus geht es um eine frühere Nutzung, beim Brunnen um seine Herkunft und die Versetzung an seinen heutigen Platz. Zusammen ergänzen sie den Blick auf die Kirche um weitere Bau- und Ortsgeschichte in Bernartice.

Ausstellung und Veranstaltungen

Ein weiteres kulturelles Angebot ist Hravé peklo in der Hus-Kapelle. Die Ausstellung widmet sich Hölle und Märchen; außerdem gibt es dort eine Museumsexposition über die Herstellung von Pfeifenspitzen. Das Drechselhandwerk der Pfeifenspitzenherstellung wurde in Böhmen gerade in Bernartice eingeführt. Märchenmotive und ein konkreter Handwerksbezug stehen damit am selben Ausstellungsort nebeneinander. Hravé peklo können Sie ganzjährig besichtigen; prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Öffnungszeiten.

An der St.-Rosalia-Kirche findet jedes Jahr im Juli eine Wallfahrt statt. Wenn Sie Ihre Reise darauf ausrichten möchten, prüfen Sie den Termin für das gewünschte Jahr. Eine andere Veranstaltungsform ist der Bernartický sekáč, ein Sensenmähwettbewerb. Seine 13. Ausgabe zählte 31 Teilnehmer. Auch wenn dieser Wettbewerb den Anlass für Ihren Aufenthalt bildet, lohnt es sich, den konkreten Termin vor der Buchung zu prüfen.

Bernartice mit dem Rad einordnen

Die regionale Radrundroute führt durch Bernartice, umfasst die St.-Martins-Kirche und die St.-Rosalia-Kirche und kehrt nach Bernartice zurück. Für Radfahrende bietet sie damit einen anderen Planungsanker als die jährlich im Juli stattfindende Wallfahrt: Beide Kirchen sind Teil derselben Rundroute. Sie können Ihren Schwerpunkt also nach einem wiederkehrenden Veranstaltungstermin oder einer regionalen Runde mit kirchlichen Stationen wählen, ohne diese beiden Reiseideen gleichzusetzen.

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